24-Stunden Langstrecken-WM Le Mans/F Suzuki gewinnt die Langstrecken-WM

Das französische Suzuki Team SERT gewann beim Finale in Le Mans zum 13. Mal die FIM World Endurance Championship.

Foto: Suzuki

13 WM-Titel - davon die letzten 4 in Folge gewonnen - sprechen eine klare Sprache. Suzuki hat zusammen mit dem französischen SERT Team erneut bewiesen wie sich technische Standfestigkeit und Teamgeist in sportliche Erfolge ummünzen lassen.

Die französische Mannschaft rund um Teameigner und Langstrecken-Legende Dominique Méliand war mit einem komfortablen Vorsprung zum letzten Rennen der FIM World Endurance Championship nach Le Mans gereist. Doch das Durchhaltevermögen der gesamten Mannschaft wurde schon früh auf die Probe gestellt. Nach einigen Führungsrunden stürzte Startfahrer Vincent Philippe zwar unspektakulär, doch er beschädigte die Suzuki GSX-R1000 dabei folgenschwer.

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Ein kleiner Defekt im Kühlsystem sorgte laut Suzuki für ein Überhitzen des Motors und zog weitere Folgeschäden nach sich. Teammanager Méliand entschied sich anschließend zu einem längeren Boxenstop und ließ den Motor der Rennmaschine komplett neu aufbauen. Diese Entscheidung warf das Team nach dem fast zweistündigen Stopp aber auf den aussichtslos scheinenden 54. Platz zurück.

„Ich bin mit meinem Team seit 1969 in der Langstrecken-WM unterwegs, in dieser Zeit habe ich gelernt, dass man niemals aufgeben darf“, analysierte Teamchef Méliand die Situation und spornte seine Fahrer und Mechaniker an, das Rennen mit vollem Elan zu beenden. Ein Einsatz der sich lohnen sollte. Denn durch schnelle Rundenzeiten, kurze Boxenstopps und dem Pech einiger Top-Teams konnte sich das SERT Team bis zum Ende des Rennens auf Platz 26 (WEC-Wertung Platz 12) verbessern. Damit kam die französische Truppe zu weiteren 9 WM-Punkten und infolgedessen zu ihrem 13. Titel.

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Foto: Suzuki

„Ein verrücktes Rennen“, blickte Unglücksrabe Philippe nach dem Zieleinlauf zurück. „Es tut mir leid, dass mir dieser dumme Ausrutscher passiert ist. Zum Glück hat es dennoch für den WM-Titel gereicht. Ein gebrochenes Kurbelgehäuse, ein Leck im Kühler, der überhitzte Motor und eine defekte Zylinderkopfdichtung – es ist unglaublich wie schnell die Mechaniker alles repariert haben. Danach lief das Motorrad wieder einwandfrei.“

„Ich bin sehr glücklich über den Titel“, freute sich Teamboss Méliand. „Aber gleichzeitig ärgere ich mich auch. Ich wollte nämlich auch die 24 Stunden von Le Mans gewinnen! Unsere Mannschaft war klasse. Als ich den Mechanikern gesagt habe, dass wir den Motor ausbauen müssen um die Zylinderkopfdichtung zu reparieren, hat keiner ein Wort gesagt, obwohl wir nicht sicher sein konnten, dass es etwas bringen wird. Aber der reparierte Motor hat über 20 Stunden Volllast überdauert und uns den WM-Titel gesichert.“

Foto: Suzuki

Die Superstock Klasse in Le Mans wurde ebenfalls von Suzuki gewonnen. Das Team Motors Events April Moto feierte den Sieg vor der Suzuki Mannschaft des Junior Team LMS Suzuki.

In der Gesamtwertung der 24 Stunden von Le Mans hatte ein weiteres Suzuki Team ein Erfolg. Team R2CL landete mit einer Suzuki GSX-R1000 auf dem zweiten Platz. Neben den beiden Stammpiloten Dylan Buisson und Gwen Giabbani wurde die Mannschaft durch TT-Racer Guy Martin verstärkt. Der Engländer zeigte sich begeistert von seinem Ausflug in die Langstrecken-WM. „Ich bin überglücklich, das war wirklich eine grandiose Sache für mich“, schwärmte Martin. „Aber der Erfolg gebührt nicht mir, sondern dem Team. Diese Jungs sind wirklich grandios!“

24-Stunden Le Mans/F, Ergebnis (WEC & Superstock)

1. Team SRC Kawasaki (Kawasaki) 820 laps
2. Team R2CL (Suzuki GSX-R1000) 813,3. Yamaha France GMT 94 (Yamaha) 812
4. Team 18 Sapeurs-Pompiers (Kawasaki) 806
5. Team Motors Events April Moto (Suzuki GSX-R1000) 806
6. Junior Team LMS Suzuki (Suzuki GSX-R1000) 804
7. Maco Racing Team (Yamaha) 803
8. National Motos (Honda) 798
9. Synergyforce Trickstar (Kawasaki) 798
10. Team Louit Moto 33 (Kawasaki) 797
26. SERT (Suzuki GSX-R1000) 748

WM-Endstand WEC

1. SERT (Suzuki GSX-R1000) 93 points,
2. Yamaha France GMT 94 (Yamaha) 88p.
3. Team SRC Kawasaki (Kawasaki) 80p.
4. Team R2CL (Suzuki GSX-R1000) 77p.
5. Monster Energy YART (Yamaha) 71p.

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