24 Stunden von Magny-Cours/F – Bol d’Or (Archivversion) Zwei Minuten

Der Höhepunkt der 24 Stunden von Magny-Cours, der 69. Ausgabe des traditionsreichen Bol d’Or-Rennens, war bereits nach einer Runde erreicht. Der Franzose David Morillon war beim Le-Mans-Start als Erster quer über die Strecke zu seiner Bolliger-Kawasaki gesprintet und kam auch als Erster aus der ersten Runde zurück. Kaum auf der Zielgeraden, erhob er sich aus dem Sattel, wohl um
zwischen seinen Beinen hindurch die nachfolgende Konkurrenz zu beobachten. Als sich Monsieur Morillon wieder setzen wollte, stieg das Vorderrad seiner ZX-10R derart unwiderstehlich gen Himmel, dass er reichlich unvermittelt und hart auf dem Asphalt der Zielgeraden landete. Zum Glück konnten alle Fahrer dem gefallenen Ritter von der traurigen Gestalt ausweichen. Nach Schwingenwechsel, rund 20 Runden Rückstand und einem lecken Federbein zog Teamchef Hans-Peter Bolliger seine ZX-10R zurück.
Die restlichen 23 Stunden und 58
Minuten des Endurance-Klassikers sind schnell erzählt. Denn die ersten fünf Teams im Ziel waren auch schon nach einer Runde, unmittelbar hinter Stuntman Morillon, an der Spitze. Das Ergebnis: 1. Vincent Philippe/Keichi Kitagawa/Matthieu Lagrive (F/J/F) Suzuki, 2. Sébastien Gimbert/
William Costes/David Checa (F/F/E) Yamaha, 3. Guillaume Diettrich/Olivier Four/
Daniel Ribalta (F/F/E) Suzuki, 4. Julien da Costa/Christophe Cogan/Fred Moreira (F) Kawasaki, 5. Philippe Donischal/Bruno Bonhuil/Gwen Giabbani (F) Honda.
Das einzige deutsche Team am Start, Martin Scherrer, Achim Penisch und Achim Steinmacher (Suzuki), kam auf dem respektablen 13. Rang ins Ziel.

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