250: (Archivversion)

Die Japaner machten das 250-cm3-Rennen unter sich aus. Beim europäischen Herausforderer Aprilia lief einiges schief.

Die Wild Card-Piloten Daijiro Katoh, Shinya Nakano und Naoki Matsudo lieferten sich ein erbittertes Gefecht, und als Vorjahressieger Katoh mit seiner Castrol-Honda vor den beiden Yamaha-Werksfahrern über die Linie flitzte, war die Welt der Japaner in Ordnung. Das 48-Kilo-Fliegengewicht Katoh feierte, weil ihn der Sieg näher an die ersehnte volle Grand Prix-Saison heranbrachte. Nakano und Matsudo feierten mit, weil sie die Tür zu einem möglichen Grand Prix-Comeback der 1996 offiziell aus dem GP-Sport zurückgezogenen YZR 250-Werksmaschine aufgestoßen hatten.Bei Herausforderer Aprilia lief hingegen einiges schief. Der viertplazierte Tetsuya Harada wurde von dem Trio an der Spitze abgebürstet und klagte nach mehreren Motorschäden im Training über mangelnde Beschleunigung. Loris Capirossi wurde hinter Olivier Jacque und Suzuki-Wild Card-Fahrer Yukio Kagayama Siebter und kam zur gleichen Analyse wie seine Teamkollegen: ausreichend Topspeed, aber zuwenig Beschleunigung.Klassenneuling Valentino Rossi kam bei einer ungestümen Attacke auf den später zwölftplazierten Stefano Perugini von der Piste ab, fuhr dem Feld bis Rennmitte hinterher und schied dann mit gebrochener Kurbelwelle aus. Auch bei der Aprilia-Rennpremiere von Jürgen Fuchs war der Wurm drin. Nach einem irrtümlich vermuteten Motorschaden im Abschlußtraining - in Wirklichkeit war nur die Zündkerze kaputt - wurde seine Maschine komplett neu aufgebaut. Beim Zusammenbau bis fünf Uhr morgens unterlief den Mechanikern ein Fehler, der bis Rennbeginn nicht mehr behoben werden konnte. Fuchs startete aus der Boxengasse mit der unzureichend präparierten Ersatzmaschine und wurde 17.

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