250er (Archivversion) Große und kleine Erfolge

Während Jorge Lorenzo bei den 250ern seine WM-Führung festigte, hatte Dirk Heidolf erstmals Teamkollege Anthony West im Griff.

Jorge Lorenzo gewann den 250er-Grand-Prix von Brünn, baute seine WM-Führung auf sieben Punkte aus und kann den letzten Rennen der Saison gelassen entgegensehen: Seine Werks-Aprilia ist das überlegene Motorrad, die Vertragsver-
längerung für ein weiteres Jahr im Team seines Managers Dani Amatriain bestätigt, der Aufstieg in die MotoGP-Kategorie erst für 2008 angepeilt. Um in der Tabelle
am Ball zu bleiben, quetschte sich Lorenzos Titelrivale Andrea Dovizioso mit seiner
in Sachen Geschwindigkeit unterlegenen Honda in der letzten Runde an KTM-Pilot
Hiroshi Aoyama vorbei auf Platz zwei. Der Japaner freute sich trotzdem über seinen vierten Podestplatz, zumal seine Maschine eine technische Feuertaufe bestanden hatte: KTM-Konstrukteur Harald Bartol hatte die bei den 125ern bewährte elektronische Zusatz-Einspritzung erstmals auch bei den 250er-Prototypen eingesetzt.
Gemischte Gefühle herrschten im deutschen Kiefer-Aprilia-Team: Während Nummer-eins-Pilot Anthony West wegen einer gebrochenen Zündkerze an die Box rollte, zeigte sich sein Teamkollege Dirk
Heidolf in bestechender Form: Schon als 15. im Training klar vor West, hängte er den Australier im Rennen nach vier Runden ab und kämpfte sich bis zum Zieleinlauf an die elfte Stelle
vor. »Ich fand schnell einen
guten Rhythmus und konnte
das Tempo in meiner Gruppe mitgehen. Selbst Jakub Smrz, der ein schnelleres Motorrad hat, habe ich zweimal attackiert, aber er fuhr einfach wieder
vorbei. Was ich heute erreicht habe, war das Maximum des Möglichen.« fk

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