250er (Archivversion)

Der Kampf um die Weltmeisterschaft bleibt ein Duell von Honda gegen Aprilia. Doch je enger die Strecken werden, desto besser wird Yamahas Shinya Nakano - und ist damit auch am Sachsenring Geheimfavorit.

In Assen spielte Loris Capirossi den sanfter einsetzenden Motor und das bessere Handling seiner Honda genüßlich aus und schnappte Valentino Rossi den Sieg vor der Nase weg. Bei der Revanche in Donington war Rossi besser auf der Hut. »Die letzten beiden Spitzkehren sind für mich so, als ob ich schlagartig in einen schwarzen Tunnel fahren würde. Wenn ich in der letzten Runde 20 Sekunden Vorsprung habe, habe ich vielleicht eine Chance”, seufzte der Italiener nach dem Training. Deshalb gab er im Rennen schon fünf Runden vor dem Abwinken kräftig Gas, schüttelte Verfolger Capirossi ab und verteidigte seinen Vorsprung bis ins Ziel.Auch die WM bleibt ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Honda und Aprilia, doch je enger die Strecken werden, desto mehr schiebt sich der hochtalentierte Shinya Nakano auf der untermotorisierten Yamaha in den Vordergrund. In Assen Fünfter, zog er sich bei einem Highspeed-Sturz im ersten Donington-Training schmerzhafte Prellungen zu und verdrehte das rechte Handgelenk.Im Rennen kämpfte er zunächst trotzdem fröhlich um die Führung mit. Doch weil der Lauf wegen Regens unterbrochen wurde und so die Wirkung seiner Schmerzmittel nachließ, brachte er seinen dritten Platz mit zusammengebissenen Zähnen ins Ziel. »Ich hatte Ukawa vor mir, wußte aber genau, was ich zu tun hatte - ich brauchte nur seine Boxentafel zu lesen”, verriet Nakano listig.

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