250er (Archivversion) Kleine Schritte

Ein 250er-Sieg fehlt Andrea Dovizioso dieses Jahr noch in seiner Sammlung – trotzdem bleibt er WM-Leader.

Manchmal ist Beständigkeit der Schlüssel zum Erfolg: Der italienische Honda-Werkspilot Andrea Dovizioso verpasste seinen ersten Saisonsieg auch in Frankreich – diesmal wurde er um eine knappe Zehntelsekunde von seinem Teamkollegen Yuki Takahashi geschlagen. Dovizioso hat nach nunmehr fünf Podestplätzen in fünf Rennen aber trotzdem einen bekömmlichen 14-Punkte-Vorsprung in der Weltmeisterschafts-Zwischenwertung. Einen schweren Einbruch erlitt dagegen Aprilia-Konkurrent Jorge Lorenzo, der die Saison mit zwei Siegen hintereinander eröffnet hatte. Seit er beim Türkei-GP schuldlos zu Boden gerissen wurde, klappt nichts mehr bei dem spanischen Teenager. Es folgte ein magerer vierter Platz
in China und ein schwarzes Frankreich-Wochenende, bei dem er insgesamt dreimal, unter anderem im Rennen, zu Boden ging. Auch sein Teamkollege Hector Barberá, der
in China seinen ersten 250er-Sieg gefeiert
hatte, war in Frankreich wehrlos: kein Grip.
Beständigkeit ist bei Anthony West vom deutschen Kiefer-Team ebenfalls ein Thema, allerdings nur bei Nässe. Dann zeigt der
Australier sein Können, wie im Warm-up am verregneten Sonntagvormittag. »Wir haben auf ein Regenrennen gehofft«, gab er zu, »unser Set-up für eine trockene Strecke war nicht so gut.« West hoffte vergebens, bis zum Start
des Rennens war die Piste abgetrocknet. Weil er gleich in der ersten Kurve etliche Plätze
ver-lor, war er mit Platz elf im Ziel ganz zufrieden. Glücklicher als Teamkollege Dirk Heidolf jedenfalls, der in Le Mans überhaupt nicht
zurecht kam und zum ersten Mal in dieser Saison keinen WM-Punkt holte. fk

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