250er (Archivversion)

Weil bei Valentino Rossi die Kette absprang, feierte Honda-Werkspilot Tohru Ukawa den ersten Sieg seiner Karriere.

Eigentlich schien Aprilia-Werksfahrer Valentino Rossi nur am Anfang ein Problem zu haben. Wegen eines Elektrikdefekts verpaßte er die Besichtigungsrunde, düste gerade noch rechtzeitig zur Startaufstellung und glühte im Rennen ab der zweiten Runde überlegen voraus.Doch so locker, wie der Italiener voranstrebte, war auch seine Hinterradkette. Bei der Überrundung Tomomi Manakos mußte er kurz vom Gas, als er dann wieder aufdrehte, sprang die Kette ab. Daß Rossi sich bückte und die Kette wieder über den hinteren Zahnkranz streifte, war vergebliche Liebesmüh`: Sie hatte sich auch vom Antriebsritzel getrennt.Freilich war Rossis trauriges Ende nicht der einzige prominente Ausfall. Kaum von seinem Markengefährten Tohru Ukawa auf Platz drei verdrängt, warf Weltmeister Loris Capirossi seine Honda wegen eines verbrauchten Hinterreifens ins Kiesbett, blieb bei dem spektakulären Sturz jedoch unverletzt. Jeremy McWilliams rückte auf, fuhr aber im letzten Renndrittel ohne Hinterradbremse und stürzte in der letzten Runde mit Platz zwei vor Augen.Am Ende feierte der 26jährige Japaner Tohru Ukawa auf der Werks-Honda vor Shinya Nakano (Yamaha) und Stefano Perugini (Honda) den ersten Sieg seiner Grand Prix-Karriere.

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