250er (Archivversion)

In Assen feierte Jürgen Fuchs Platz zwei und den technischen Durchbruch. Doch in England drehte sich das Glück schon wieder gegen ihn.

Die Docshop-Aprilia lief so fett, daß »das Öl hinten heraustropfte« und Jürgen Fuchs in der ersten Kurve des Assen-Grand Prix wieder fast stehengeblieben wäre. Doch die Maschine lief wenigstens, anders als die Schwestermodelle von Loris Capirossi und Tetsuya Harada, die kurz nacheinander mit Kolbenklemmern verschieden, anders auch als die Werks-Honda von Olivier Jacque und Stefano Perugini, die nach einem Zusammenstoß der beiden im Kiesbett versanken. Begünstigt durch solch prominente Ausfälle, aber auch dank einer glanzvollen Aufholjagd feierte Jürgen Fuchs zwei Jahre nach seinem historischen Doppelsieg mit Ralf Waldmann auf HB-Honda wieder einen zweiten Platz in Assen und das bislang klar beste Resultat seiner ersten Aprilia-Saison.Im Training zum England-Grand Prix erwischte es Jürgen Fuchs allerdings mit einem hinterlistigen Kolbenklemmer und einem Horrorsturz bei Tempo 200, bei dem er mit Genickschmerzen, Prellungen und einem verstauchten linken Handgelenk noch glimpflich davonkam. Im Rennen ging er nach knapp fünf Runden abermals zu Boden. Eine ähnliche Achterbahn des Glücks erlebte Valentino Rossi. In Assen genoß er eine unbedrängte Alleinfahrt zu seinem ersten GP-Sieg in der 250-cm3-Klasse, in England stürzte er bereits nach zwei Runden und überließ Loris Capirossi und Tetsuya Harada einen Doppelsieg - vor Stefano Perugini, der dem Castrol-Honda-Team von Dieter Stappert das erste, dringend benötigte Erfolgserlebnis bescherte.

Artikel teilen

Anzeige

Aktuelle Gebrauchtangebote