250er-Klasse (Archivversion) Tauschverfahren

Bittere Bilanz für das deutsche Kiefer-Bos-Racing-Team.

Jorge Lorenzo ließ sich
im 250er-Rennen auf der von Bautistas 125er-Triumph ausgelösten Euphoriewoge
der 131000 Fans tragen. Der Mallorciner holte seinen ersten 250er-GP-Sieg, obwohl neben
Teamkollege Barberá auch Aprilia-Markenkollege Alex de Angelis alle Register zog.
Dass Hector Barberá, der nach einem Trainingssturz mit verletzter rechter Hand das Podest knapp
verpasste, war ein nur Schönheitsfehler.
Eher düstere Mienen gab es in der Box 35 des deutschen Kiefer-Bos-Teams. In einer Ecke saß der neue Mann im Team, Anthony West, und haderte mit dem Schicksal. Mit letztem Einsatz hatte er sechs Runden vor Schluss vergeblich versucht, eine Attacke
des japanischen KTM-Piloten Hiroshi Aoyama abzuwehren und dabei sogar einen Vorderradrutscher überstanden ýÿ da hätte er immer noch für einen guten siebten Platz neun
WM-Punkte mitnehmen können. Kurz darauf brach eine Zündkerze, ein Zylinder seiner Aprilia stellte den Dienst ein, das Feld
rauschte an ihm vorbei.
Pech auch für Teamkollege Dirk Heidolf, der auf dem besten Wege zu seiner ersten Top-Ten-GP-Platzierung überhaupt war. Doch in der zwölften Runde bemerkte er zu spät, dass der Kolumbianer Martin Cardenas vor ihm das Tempo gedrosselt hatte und stürzte. Der sächsische Kämpfer konnte aber weiterfahren und holte ausgerechnet durch Wests Ausfall als 15. noch ein Pünktchen.
Teamchef Stefan Kiefer war es zum
Haareraufen: ýÿErst das gute Trainingsergebnis, dann der tolle Start ins Rennen, jetzt
das ýÿ was soll ich da sagen?ýÿ Er kommen-
tierte dann doch noch: ýÿImmerhin konnten wir unser Potenzial zeigen.ýÿ Genau. Jetzt muss das nur noch irgendwann in einer Ergebnis-liste nachzulesen sein. abs

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