250er-Stars (Archivversion) Zukunftspläne

Zwei 250er-Stars gehen völlig verschiedene Wege: Lorenzo und Porto.

Ebenso turbulent wie der Kampf auf der Piste ist das Tauziehen um die Zukunft Jorge Lorenzos hinter den Kulissen. Dani Amatriain, Teamchef und Manager des talentierten Teenagers, möchte Lorenzo noch ein weiteres Jahr in der 250er-Klasse reifen lassen, gleichzeitig aber bereits zu regelmäßigen MotoGP-Tests und 2008 dann perfekt vor-
bereitet in die MotoGP-WM schicken. Sowohl Repsol-Honda, wo man in Zukunft am liebsten vier MotoGP-
Motorräder einsetzen würde, als auch
Yamaha, wo bald ein Generationenwechsel ansteht, ringen mit den Scheckbüchern um Lorenzo. Nachdem Yamaha die von Amatriain vorgeschlagene Gage nicht akzeptieren wollte, sind die Japaner nun bereit, sämtliche Forderungen zu erfüllen.
Ein anderer 250er-Star nahm dagegen Abschied vom Grand-Prix-Zirkus. »Es hat nichts mit dem Team, der Technik oder dem Management zu tun, sondern einzig und allein mit
mir: Ich konnte mich nicht mit dem Motorrad anfreunden«, erklärte Repsol-Honda-Pilot
Sebastián Porto vor dem Katalonien-GP. Im letzten Jahr auf Aprilia noch einer der Favoriten, fuhr er nach dem Wechsel auf Honda aussichtslos hinterher, zog nun die Konsequenz und gab nach zwölf Jahren den Rücktritt vom GP-Sport bekannt. Weil Porto in seinem Heimatland für den Ölkonzern Repsol-YPF ein Aushängeschild darstellt, darf er für künftige Projekte trotzdem auf Unterstützung hoffen: Porto will Autorennen fahren, außerdem sprach er davon, künftig junge Talente zu WM-Piloten aufbauen zu wollen. fk

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