250er––––– (Archivversion)

Valentino Rossi fuhr bei den 250ern überlegen voraus - und WM-Leader Tetsuya Harada fuhr gleich mehrmals ins Desaster.

Tetsuya Harada wurde im Training durch einen Highsider abgeworfen, verhedderte sich mit dem linken Bein unter seiner Aprilia und trug einen Schienbeinbruch direkt über dem Sprunggelenk sowie eine Wadenverletzung davon. Während manche Beobachter an das Saisonende des in der WM führenden Japaners glaubten, sorgte Grand Prix-Arzt Claudio Costa für eines seiner bisweilen kaum zu fassenden Wunder: Harada ging am Sonntag an den Start, fiel mit hustendem Motor ins hintere Mittelfeld zurück und machte sich an die Aufholjagd, als sei nie etwas geschehen. Dritter in Runde vier, Zweiter in Runde neun, zoomte er sich sogar an seinen führenden Aprilia-Teamkollegen Valentino Rossi heran, zahlte sechs Runden vor Schluß dann aber doch seiner Verletzung Tribut: Weil er zunehmend Schwierigkeiten hatte, die Gänge zu sortieren, stürzte Harada in der unteren Schikane erneut. Doch der kämpferische Japaner gab immer noch nicht auf, sondern stellte seine angekratzte Maschine wieder auf die Räder und wurde noch Zehnter. »Ich hatte einen riesigen Energieschub. Keine Ahnung, wo ich die Kraft hernahm«, schilderte Harada. Valentino Rossi, der Haupthaar und seine Maschine in die italienischen Nationalfarben getaucht hatte, feierte einen unangefochtenen Sieg vor Lokalmatador Loris Capirossi. Marcellino Lucchi, Vertreter des immer noch verletzten Jürgen Fuchs, war bereits in der zweiten Runde gestürzt. Statt des Aprilia-Testfahrers machte Stefano Perugini ein italienisches Podium perfekt, obwohl der Motor seiner Castrol-Honda trotz des neuen Kühlsystems immer noch zu heiß wurde und nach wenigen Runden an Leistung verlor.

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