250er––––– (Archivversion)

Tetsuya Harada stürmte unbedrängt zum dritten Sieg der Saison - doch auch im Team von Jürgen Fuchs floß nach Platz vier Champagner.

Valentino Rossi ritt eine zu riskante Attacke auf den führenden Tetsuya Harada und stürzte, Loris Capirossi rempelte Olivier Jacque bei einem Überholversuch von der Piste und fiel weit zurück, und damit war das Aprilia-Werksfahrertrio schon nach zwei Runden auseinandergerissen.Dafür war Jürgen Fuchs endlich einmal ohne große Verzögerung vom Start weggekommen und setzte sich in der Verfolgergruppe durch. Nur der entfesselt vom 18. Platz nach vorn stürmende Loris Capirossi war nicht zu halten und schnappte Fuchs den dritten Podestplatz hinter Harada und Tohru Ukawa vor der Nase weg, doch auch Rang vier wurde vom Docshop-Team nach fünf Rennen Durststrecke wie ein Sieg gefeiert und standesgemäß mit Champagner begossen. »Der Knoten ist geplatzt - jetzt freue ich mich auf die nächsten Rennen«, jubelte Fuchs. »Was bin ich froh«, seufzte auch Cheftechniker Lucas Schmidt. Dabei steckte nicht ein neues Teil in der Maschine, wegen Schaltschwierigkeiten wurde nicht einmal die vom Werk gelieferte Spezialkupplung verwendet. Eine andere Verdichtung, ein veränderte Vergaserbedüsung sowie unzählige Startversuche waren der einzige Schlüssel zum Erfolg. Stürmisch gefeiert wurde auch der 23jährige Andalusier Jose-Luis Cardoso. Mit der unterlegenen Yamaha-Produktionsmaschine fuhr er seinem Teamkollegen Luis d´Antin abermals um die Ohren und stürmte auf Platz fünf.

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