3 ½ Wochen (Archivversion)

3 ½ Wochen

Kazuto Sakata doch noch 125er Weltmeister

Der weltweite Motorradsportverband FIM agierte im Benzinskandal um Kazuto Sakatas UGT-Werks-Aprilia ähnlich lächerlich wie andere Sportverbände in Dopingfällen. Zwei beim Australien-GP gezogene Proben lagen deutlich über allen seit 1998 gültigen Grenzwerten. Offensichtlich handelte es sich um Rennbenzin, das selbst 1997, als Bleibenzin noch erlaubt war, schon illegal gewesen wäre. Sakata wurde als Vierter des Australien-GP disqualifiziert und verlor den WM-Titel vorerst an seinen UGT-Kollegen Tomomi Manako auf Honda.Erstaunlicherweise ergab aber die mehrfach verzögerte Analyse der zunächst bei Sakatas Team verbliebenen B-Probe fast vier Wochen nach Saisonende keine Beanstandungen. »Im Zweifel für den Angeklagten« lautete der FIM-Beschluß, und Sakata war wieder Weltmeister.
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Rubatto, Mario: Interview (Archivversion) - «Manipulation wäre Kinderspiel“

Mario Rubatto, Teamchef von UGT-Honda-Fahrer und Vizeweltmeister Tomomi Manako zum Spirtskandal
Mario Rubatto, nach langem Hin und Her hat die FIM jetzt doch Kazuto Sakata zum 125er Weltmeister erklärt und nicht Ihren Fahrer Tomomi Manako.Was halten Sie davon?Das Ganze stinkt schon ein bißchen. Die Analyse der B-Probe wurde mehrfach verzögert. Ich will zwar niemand beschuldigen, aber eins ist klar: Es ist ein Kinderspiel, den Inhalt der B-Probe, die ja nach der Entnahme zunächst beim betroffenen Team verbleiben muß, auszuwechseln, ohne die Plombe am Gefäß zu beschädigen.Aprilia-Techniker redeten im Zusammenhang mit den Ergebnissen der ersten Analyse von Versehen und Verwechslungen?Ein auf das unverbleite Benzin der 1998er Regel abgestimmter Motor läuft mit dem alten Bleisprit nicht so ohne weiteres perfekt. Sakatas Maschine war aber in Phillip Island mit Abstand die schnellste 125er. Aber auch hier will ich vorsichtigerweise niemand direkt beschuldigen.

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