30 Jahre Yamaha-Cup in Deutschland (Archivversion) Perfekte Idee

Speedweek in Oschersleben 2007 – ein Termin der Jubiläen. Die Motorsport-­Arena in der Magdeburger Börde und die Speedweek freuten sich über zehn gemeinsame und erfolgreiche Jahre, die Organisatoren des deutschen Yamaha-Cups nutzten die Ge­legenheit und feierten im Fahrerlager den 30. Geburtstag ihrer Rennserie und deren 32. Meister. Thomas Rebien ist der erste Däne und mit 17 Jahren auch jüngster Titelträger aller Zeiten.
Gleich 32 Champions in 30 Jahren? Die scheinbare Ungereimtheit erklärt sich dadurch, dass der Cup in den Jahren 1981 und 1982 zweigleisig gefahren wurde – mit dem Viertakter XS 400 als nationaler und dem Zweitakter RD 350 als internationaler Wettbewerb. Von dieser Kuriosität abgesehen glänzt der Markenpokal durch Superlative. Mehr als 1000 Fah­rer versuchten in drei Cup-Jahrzehnten ihr ­Glück, die Rennen wurden auf 35 verschiedenen Rennstrecken ausgetragen, die Teilnehmer kamen aus 16 Nationen. Die wohl bekanntes­-ten »Cuppies« sind Jörg Teuchert und Kenan Sofuoglu. Während Teuchert den Cup selbst nie gewann, wurde Sofuoglu 2002 Gesamt­sieger. Beide aber krönten ihre Karriere bislang mit einem Weltmeistertitel in der Supersport-Klasse: Teuchert 2000, Sofuoglu ganz aktuell in diesem Jahr. Deshalb fehlte er auch beim Fest in Oschersleben – der türkische Staatspräsident hatte geladen, um den ersten Motorsportweltmeister seines Landes zu ehren.
Dafür feierten mehr als 200 Gäste in Oschers­leben, unter anderem der ehemalige Yamaha-Deutschland-Präsident Manfred Weihe, der als Initiator des Cups gilt, sowie Theo Hoffmann und Thomas Kohler, die treibenden Kräfte des Cups in den letzten Jahren.
Ein ganz spezieller Gast beim Geburtstagsfest war Franz Schuth. Der hatte anlässlich ­des MOTORRAD-Gewinnspiels zum ersten Yamaha-Cup-Jahr den Zieleinlauf des deutschen 500-cm-Grand-Prix auf der Nürburgring-Nordschleife korrekt vorausgesagt und dafür aus den Händen des damaligen Yamaha-Werksfahrers Kenny Roberts sr. eine XS-400-Cup-Replika erhalten. Die hat er heute noch in bestem Originalzustand. Was genau der Haken ist. Denn Schuth war ein von Roberts handsigniertes Motorrad versprochen worden, zur dazu notwendigen Autogrammstunde kam es jedoch nie. Der Missstand soll jetzt, nach 30 Jahren, behoben werden. Versprochen. kdw
www.r6-cup.de

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