Abgasuntersuchung für Krafträder (AUK) ab 1. April: Info (Archivversion)

Christoph Gatzweiler, Ressortleiter Technik beim Industrie-Verband Motorrad, zur Abgasuntersuchung.

Welche Schwierigkeiten ergeben sich durch die rasche Einführung der Abgasuntersuchung für Krafträder (AUK) zum 1. April 2006 bei Prüforganisationen und Werkstätten?
Die entsprechenden Gerätschaften und Adapter für die verschiedenen Endschalldämp-
fer müssen angeschafft und die Infrastruktur muss geschaffen werden. Die Werkstätten sind gegenüber den Überwachungsorganisationen bei einer derart kurzfristigen Einführung klar benachteiligt, da diese zusätzlich eine amt-
liche Anerkennung und externe Schulungen für die Durchführung der AUK benötigen. Wir gehen aber davon aus, dass das Anerken-
nungsverfahren noch rechtzeitig in Schwung kommt und Schulungen in ausreichender Zahl angeboten werden.
Was raten Sie Motorradfahrern, deren Hauptuntersuchung im April oder Mai ansteht?
Wer die Anlaufschwierigkeiten bei der Einführung einer neuen Vorschrift scheut, der kann seine fällige Hauptuntersuchung natürlich schon im März vornehmen lassen. Die AUK muss dann noch nicht absolviert werden und wäre erst im März 2008 bei der nächsten Hauptuntersuchung fällig. Bis dahin ist die AUK in der Praxis längst routinierter Alltag.
Sind die Grenzwerte der Hersteller bereits für alle Motorradtypen klar festgelegt?
Der Gesetzgeber hat den Fahrzeugherstellern die Möglichkeit ein-
geräumt, von den Grenzwerten ab-
zuweichen und eigene Solldaten vorzugeben. Es geht bei der AUK nicht ausschließlich um die Einhaltung fixer Grenzwerte, sondern um die bestmögliche Einstellung jedes einzelnen Motorradtyps. Die Industrie erstellt zurzeit unter Hochdruck die hierzu benötigten Daten.

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