Absolut sicher (Archivversion) ABSolut<br /><br /> sicher

Moderne Antiblockiersysteme sind absolut sicher. Das ergibt der grosse MOTORRAD-Systemtest
ab Seite 18. Nicht ein einziges Mal fiel ein System aus, selbst nach – in der Realität kaum vorkommenden – Hunderten von Bremsungen im Regelbereich.
Wie sich die Technik weiterentwickelt, verdeutlichen unsere Bremswegmessungen. Zwischen dem neuesten ABS der
BMW R 1200 R und dem nicht mehr ganz aktuellen der Yamaha FJR 1300 liegen Welten. Die BMW zeigt, was heute möglich ist,
die Verzögerungen liegen ganz nah am physikalischen Limit.
Und Yamaha muss schleunigst nachlegen. Wer Schaltautomaten auf den Markt bringen kann, der müsste auch ABS können. Dennoch gilt selbst bei der FJR: Das schlechteste ABS ist immer noch viel besser als der beste Fahrer ohne ABS.
Offensichtlich hat sich das inzwischen bei den deutschen Motorradkäufern herumgesprochen. Unter den zehn meist-
verkauften Maschinen besitzen sieben ABS. Der Rest sind Supersportler – abgesehen von der Yamaha FZ6 Fazer. In ein paar Jahren lassen sich Gebrauchtmaschinen ohne Antiblockiersystem nur noch an hartgesottene Technikverweigerer und Biker-Fundamentalisten verkaufen. Die waren auch schon gegen Einspritzung, Abgasreinigung und Protektorenbekleidung. Dieser Kundenkreis schrumpft aber – zwangsläufig – immer weiter.
Die nächste Stufe der ABS-Entwicklung wird der Einbau in Supersportler sein. Eine besonders schwierige Aufgabe, da
die sich beim heftigen Verzögern gerne aufs Vorderrad stellen.
Und auch ein zukünftiges kurventaugliches ABS stellt hohe
Anforderungen an die Regeltechnik. Es gibt also noch viel zu tun
für die ABS-Entwickler bei den Motorradherstellern sowie bei den Zulieferern Bosch, Nissin, Conti-Teves, Brembo und FTE.

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