Acht Stunden von Suzuka (Archivversion) Honda-Land

Wenngleich die Endurance-WM ihr Dasein eher unbeach-
tet im Schatten der MotoGP- und Superbike-WM fristet,
rücken die Dauerläufer ein einziges Mal pro Saison ins Zentrum des Interesses der japanischen Hersteller – bei den Acht Stunden von Suzuka. Ein Sieg bei diesem Klassiker gehört zum hoch
geschätzten schmückenden Beiwerk der firmeneigenen Sport-
historie. Erst recht, wenn die Rennstrecke – wie im Fall Suzuka und Honda – zum Firmeneigentum gehört. Verständlich, dass die sportlich eher zweitklassige Stammbesetzung der Endurance-WM in Japan regelmäßig ihre Grenzen aufgezeigt bekommt.
So platzierten sich auch beim diesjährigen Auftritt unter den Top Five der Endwertung nicht nur ausschließlich japanische
Teams, sondern – bis auf Gaststarter und Superbike-WM-Crack Chris Vermeulen aus Australien – samt und sonders heimische
Piloten. Wobei das Seven-Stars-Honda-Team gleich einen Doppel-Erfolg landete. Vor 140000 Fans feierte das GP-erfahrene Duo Kiyonari/Ukawa seinen Sieg vor dem zweiten Team der Seven-Stars-Truppe mit besagtem Chris Vermeulen und Katsuaki Fuji-
wara als Fahrer. Übrigens: Die ersten sechs Ränge gingen ausnahmslos an Honda-Teams.
Ein Crash der auf Platz drei liegenden Suzuki-Equipe trug allerdings seinen Teil zum Honda-Triumph bei. In dem nach zwei Stunden einsetzenden Regen war Keiichi Kitagawa gestürzt, so dass der Japaner mit dem französischen Copilot Vincent Philippe mit dem siebten Rang und der zweifelhaften Ehre des besten Nicht-Honda-Teams zufrieden sein musste. pm

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