Acht Stunden von Suzuka/Japan (Archivversion) Ten years after

Seit zehn Jahren blieb Honda ungeschlagen beim in Japan extrem prestigeträchtigen Acht-Stunden-Rennen in Suzuka. Eine für die Marke mit dem Flügel äußerst wichtige Siegesserie, für deren Fortsetzung in der Rennabteilung Honda Racing Corporation HRC alles getan wird, zumal sich die Rennstrecke von ­Suzuka in Honda-Besitz befindet. Und wer verliert schon gern zu Hause. So verpflichtete HRC auch in diesem Jahr wieder hochkarätige WM-Fahrer für das Rennen bis in die Nacht hinein. MotoGP-Held Carlos Checa sollte zusammen mit dem GP-Altstar und ­heutigem HRC-Testpiloten Tadayuki Okada ebenso auf einer Werks-Honda Fireblade um den Sieg fighten wie der Superbike-WM-Tabellenführer und potenzielle MotoGP-Aufsteiger James ­Toseland als Partner des in der Britischen Superbike-Meisterschaft aktiven Werksfahrer Ryuichi Kiyonari.
Meister Toseland zeigte allerdings, dass ein Top-Fahrer aus einer Sprint-WM nicht unbedingt die Idealbesetzung für ein Langstreckenrennen sein muss. Gleich in seiner ersten Runde, als er nach ungefähr einer Stunde die Maschine von Kiyonari über­nommen hatte, feuerte der 24-jährige Brite die Fireblade unwiederbringlich in den Kies und übergab damit die Verantwortung, den elften Honda-Sieg in Serie sicherzustellen, etwas unelegant an Carlos Checa. Der Spanier hatte gegen die Meute einheimischer Suzuka-Spezialisten immerhin die Pole Position erobert. Was seinen Co-Piloten Taddy Okada wohl etwas zu sehr beflügelte. Ausgerechnet der japanische Altmeister legte voller Übereifer einen Frühstart hin. Dafür bekamen Okada/Checa eine Zeitstrafe von 30 Sekunden, von der sie sich in den acht Rennstunden offenbar nicht mehr erholen konnten.
Mit deutlich mehr als 30 Sekunden jedoch, mit knapp über zwei Minuten und damit fast einer kompletten Runde Vorsprung, siegte das Yoshimura-Suzuki-Duo mit Superbike-WM-Held Yukio Kagayama und Aousuke Akiyoshi vor Okada/Checa. Auch der dritte Rang von Yusuka Teshima und GP-Altstar Shinichi Itoh auf der Semiwerks-FCC-TSR-Honda konnte die HRC-Oberen so wenig trösten wie die schnellste Rennrunde von Itoh.
Da die japanischen Werks-Teams auschließlich Prototypen-Maschinen einsetzen, die nicht dem Superbike-Reglement der Langstrecken-WM entsprechen, reichte dem Suzuki-France-Team Philippe/Lagrive/da Costa Rang sieben für die volle WM-Punktzahl. Achte und damit zweitbestes WM-Team wurden die Japaner Iwata und Sugai zusammen mit dem deutschen Langstrecken-Ex-Weltmeister Heinz Platacis.mtr
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