ADAC-Honda-Red-Bull-Rookies-Cup (Archivversion) Der Vorhang Fällt nach Plan

Joshua Sommer wird Ende der Saison wohl noch ein Stückchen berühmter werden, als er mit dem Sieg im ADAC-Red-Bull-Rookies-Cup-to-MotoGP ohnehin schon sein wird. Der 15-Jährige – so er denn den Cup gewinnt – wird der letzte Gesamtsieger der Jugendinitiative des ADAC und des deutschen Honda-Importeurs werden. Denn Ende der Saison macht der in Sachen Nachwuchsförderung beispielhafte Cup den Laden dicht. Freilich nach Plan, denn das Vorhaben war seit seiner Gründung auf eine Dauer von insgesamt drei Jahren projektiert.
Ersatz soll der ADAC-Junior-Cup bieten, der zwischenzeitlich von einer privaten Initiative als Pro-Junior-Cup weitergeführt wurde. Wie in ihren Anfängen wird diese Serie auf 125er-Maschinen ausgetragen, deren Leistung auf maximal 35 PS limitiert ist. Die Teilnehmer dürfen 13 bis 21 Jahre alt sein. Die Motorräder, bisher zum überwiegenden Teil straßenzulassungsfähige Aprilia RS 125, kosten in der Neuanschaffung etwa 4000 Euro. Die Nenngelder für die geplanten acht Veranstaltungen summieren sich auf etwa 1100 Euro.
Für die ganz Jungen soll das Engagement ausgebaut werden. Die Mini-
bike-Klasse (acht bis 14 Jahre) wird ab kommender Saison nur noch auf identischen 50-cm3-Honda-Maschinen für 3000 Euro Stückpreis ausgetragen. Zudem soll eine Regionalisierung die Reisekosten der Teilnehmer überschaubar halten.
Die Perspektiven für erfolgreiche Minibike- und Junior-Cup-Piloten sind nach dem kommenden Einschnitt dennoch eher besser. Zusätzlich zum bestehenden Grand-Prix-Team, in dem Georg Fröhlich derzeit GP-Luft schnuppert, und dem Zwei-Mann-Team für die Internationale Deutsche Straßenmeisterschaft möchte der ADAC noch eine dritte Ebene einziehen, die die Straßen-Europameisterschaft beziehungsweise die spanische Meisterschaft zur Weiterentwicklung der Talente zum Ziel hat. pm

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