Airbag - Neue Ära? (Archivversion) Airbag &#150;<br /><br /> neue Ära?

Wenn wir heute in ein Auto einsteigen, gibt uns
das ein Gefühl von umfassender Sicherheit. Falls es mal knallt, mindert eine ausgeklügelte Knautschzone den
Aufprall, schützt uns eine steife Sicherheitszelle, wir werden von einem Dreipunktgurt im Sitz gehalten, und eine ganze Armada von Airbags dämpft den Rest der Aufprallenergie.
Beim Motorrad ist die Situation völlig anders. Da gibt es
keine schützende Karosserie, da helfen keine Gurte oder Knautschzonen. Aber ein Airbag? Der könnte etwas nutzen,
wenn er zwischen dem Motorradfahrer und dem Kollisionsgegenstand aufgeblasen werden kann. Honda bringt nun als erster
Hersteller bei der Gold Wing ab Mitte 2006 den Motorrad-Airbag. Ein mutiger Schritt. Aber kann damit das Sicherheitsniveau tatsächlich merklich gesteigert werden?
Jeder, der sich mit Motorradunfällen beschäftigt, weiß, dass
es unendlich viele Arten gibt, von der Maschine zu fallen oder
zu kollidieren. Wer frontal gegen ein Auto fährt, den kann unter gewissen Umständen ein Airbag vor Verletzungen schützen. Solche Unfälle sind laut Untersuchungen vieler Unfallforscher
jedoch eher die Ausnahme. Meist laufen Zweiradunfälle komplexer ab, der Fahrer trennt sich oft schon vor einem Aufprall vom Fahrzeug oder wird irgendwo gegengeschleudert. Wir sitzen eben frei beweglich auf der Maschine, ohne Gurt, kein Käfig schützt uns.
Auch wenn Honda mit dem Motorrad-Airbag einen Anstoß gibt: Wir werden uns wohl damit abfinden müssen, dass Motorräder nie die passive Sicherheit von Autos bieten können. Stattdessen muss die aktive Sicherheit im Vordergrund stehen. Also Motorräder mit guten Fahrwerken, ABS-Bremsen, guten Reifen. Und nicht zuletzt Fahrer, die entsprechend umsichtig und vorausschauend agieren.

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