Alles war gut? Fast (Archivversion)

Zum 70jährigen Jubiläum hatten sich die Sachsenring-Organisatoren für das zweite Rennen auf der neuen Strecke sehr viel vorgenommen. Aber leider klappte nicht alles.Die entscheidende Änderung - Verlegung der Startgeraden nach außen und damit Entschärfung der unfallträchtigen Start-Rechtskurve sowie das Ende für die unharmonische Zielschikane - wurde sehr positiv aufgenommen. Auch neue Kiesbetten und Airfences an anderen kritischen Stellen der Piste wurde von den Aktiven begrüßt.Dazu kam ein völlig neu organisiertes Fahrerlager, das allen Teams asphaltierte Standplätze ermöglichte und die Wege deutlich verkürzte.Das Jubiläums-Programm (siehe auch Seite Xxx) erschien notorischen Wessies vielleicht etwas ostalgisch, kam aber bei den einheimischen Fans hervorragend an, ebenso das beispielhafte Progammheft.Doch jetzt genug des Lobs. Die Arbeit der Fotografen wurde auf das Massivste behindert. Offenbar nur Organ einer streng militärisch auftretenden, eher hirnarmen Struktur, verscheuchten die Kurvenwächter die Fotografen von sicheren Plätzen und wiesen ihnen Bereiche zu, wo stürzende Maschinen haarscharf an den Linsen vorbeiflogen. Versuche, mit den Offiziellen vernünftig zu reden, wurden mit wirrem Befehlston verhindert. Wir wollen hier gutwillig vermuten, daß seitens der Streckensicherung nur die Pläne für das Motorradrennen und das Super-Tourenwagen-Autorennen am 15. Juni verwechselt wurden. Autos fliegen anders ab als Motorräder - in Kurven auch mal nach innen - und setzen damit tatsächlich andere Sperrzonen voraus. Sollten aber böse Zungen recht haben, die nur schikanöse Machtspiele in bester DDR-Tradition riechen, dann müßte man den Verantwortlichen deutlich machen: So nicht, meine Damen und Herren.

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