Altes Thema sorgt für neuen Ärger (Archivversion) Altes Thema sorgt für neuen Ärger

Der stark gestiegene Zahl an Motorrädern auf inzwischen über zwei Millionen ist an vielen Kommunen offensichtlich vorbeigegangen. Der Rollerboom, durch die 125er Regelung noch weiter verstärkt, scheint in Rathäusern ebenso unbekannt. Kein Wunder, daß ein altes (Reiz-)Thema neuen Ärger macht: die Park(platz)-Regelung für motorisierte Zweiräder in City-Bereichen.Wurde die schwäbische Universitätsstadt Tübingen 1985 noch vom Bundesverband der Motorradfahrer (BVDM) wegen Mofa-Bergaufspuren und einem Ring von Motorrad-Parkplätzen um die pittoreske Altstadt als »motorradfreundlich« geehrt, sieht´s dort heute anders aus. Um muskelbetriebene Zweiräder zu propagieren, wurden auf den meisten Motorrad-Stellplätzen schlicht Fahrradständer installiert. Und das, obwohl immer mehr Autofahrer in der Stadt aufs motorisierte Zweirad umsteigen, was Verkehrs- sowie Parkfläche sparen und Staugefahr mindern hilft.Tübingen ist leider überall - Briefe von MOTORRAD-Lesern beweisen dies. Bei leeren Schatullen der Kommunen gilt Parkraum-Bewirtschaftung zudem als Kassenknüller, was in Freiburg gar zum unguten Versuch mit Motorrad-Parkuhren führte. Und Einsicht statt Knöllchen beim Motorrad- oder Roller-Parken auf wirklich breiten Gehsteigen ist in Zeiten von Stellplatzschwund für die Bundesarbeitsgemeinschaft Motorrad (BAGMO) ein Dauerthema im Dialog mit Städtetag sowie Städte- und Gemeindebund. Ein bißchen sinnvolle Planung und einige Pfosten, die Zweirad-Parkplätze vor Blechkarossen schützen und durch Entfernen im Winter wieder zu Autostellplätzen machen, wären ein Anfang. Bitte überall und sofort. Damit MOTORRAD einen Überblick bekommt und notfalls Druck machen kann: Schreiben Sie uns unter dem Stichwort »Motorrad-Parkplätze«, wie´s in Ihrer Stadt aussieht. Selbstredend sind auch positive Beispiele willkommen. . .Es grüßt Sie herzlich

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