Ansprech-/Lastwechselverhalten

Ruppige Motoren haben für manchen vielleicht einen ganz besonderen Reiz, aber dauerhaft macht so ein Raubauz kaum Spaß. Schöner und besser sind solche Triebwerke zu fahren, die seidenweich ans Gas gehen, spontan und direkt auf den Lastwechsel ansprechen und auch beim Gaswegnehmen sanft in den Schiebebetrieb übergehen. Dabei spielen viele Komponenten eine Rolle, etwa das oft zitierte Spiel im Antriebsstrang. Dieses ergibt sich aus der Summe des Spiels der Schaltklauen der Getrieberäder, der Kette und des Kettenradträgers samt Ruckdämpfer. Grundsätzlich ist dieses Spiel bei den meisten Maschinen vorhanden und unterschiedlich groß. Neben den mechanischen Komponenten des Antriebsstrangs spielt das Verhalten der Gemischaufbereitung beim abrupten Öffnen der Drosselklappen eine wichtige Rolle. Beispiel Kurvenscheitelpunkt: Dort geht das Motorrad vom Schiebebetrieb in den Beschleunigungsvorgang über. Wenn dieser Lastwechsel sanft vonstatten geht, bleibt die saubere Linie erhalten. Fast optimal verhält sich hier etwa eine Buell. Die verfügt über einen spielfreien Zahnriemen, der sogar ein kleines bisschen Elastizität besitzt. Aber auch die kettengetriebene Kawasaki ZX-6RR macht ihren Job sehr ordentlich. Dank ausgeklügelter Einspritztechnik hängt sie sauber, ruckfrei und direkt am Gas, verdient sich somit 14 von maximal 20 Punkten.

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