Aprilia/Piaggio (Archivversion) KURS-

Bei Aprilia hat jetzt der Rollerriese Piaggio das Sagen.
Damit entstand in Italien der viertgrößte Zweiradkonzern der Welt.
Wohin steuert das neue Unternehmen?

Ganz was Neues – ein Global Player aus Italien, sonst Hort exklusiver, kleiner Motorradmarken. Als Piaggio Ende 2004 den angeschlagenen Hersteller Aprilia übernahm, entstand eine Gruppe, die international mitspielen kann: 1,5 Milliarden Euro Umsatz und eine Produktion von 600000 Fahrzeugen pro Jahr, 6000 Beschäftigte, acht Werke und Entwicklungszentren in Europa, Indien und China, präsent in 50 Ländern.
Über einen Mangel an Marken kann die Gruppe nicht klagen, eher im Gegenteil. Piaggio bringt Gilera, Vespa und die spanische Tochter Derbi mit, zu Aprilia gehören Moto Guzzi und Laverda. Sie alle mit eigenem Profil auszurichten ist die erste Aufgabe der neuen Bosse um Konzernchef Roberto Colaninno. Der branchenfremde Unternehmer, vorher Sanierer der italienischen Telecom, hatte Mitte 2003 überraschend Piaggio gekauft. Wirtschaftlich scheint die Basis zu stimmen: Zum Erstaunen der Branche schafften es Colaninno und seine Manager bereits im ersten Jahr, Piaggios Schuldenberg zu tilgen und 2004 ein leichtes Plus zu erwirtschaften.
Im ersten Interview nach der Übernahme von Aprilia erläutern die beiden Ma-
nager Rocco Sabelli und Leo Francesco Mercanti den Kurs des neuen Konzerns.

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