(Archivversion)

MOTORRAD sprach mit Claudio Castiglioni, Chef von MV Agusta, Cagiva und Husqvarna.

Wie kamen Sie 1986 dazu, Husqvarna zu übernehmen? Für den damaligen Eigentümer Electrolux waren Motorräder nur ein Nischenprodukt in einem Riesen-konzern, um die man sich nicht intensiv genug kümmern konnte. Verschwinden lassen wollte Electrolux die Marke auch nicht. Wir dagegen hatten die nötige Technik und wollten unser Offroad-Engagement ausbauen. Die Beziehungen zu Electrolux sind so gut, dass die Schweden jetzt Anteile erwerben. Ist das eine Übernahme auf Raten? Nein. Aber Electrolux weiß, was wir für die Marke getan haben. Dass der Konzern einen kleinen Anteil an der MV-Agusta-Gruppe erwirbt, ist eine Geste der Anerkennung und des Vertrauens. Was wollen Sie mit Husqvarna? Gewinnen. Und zwar nicht unbedingt Titel, sondern Freunde und Kunden. Klar, der Rennsport ist nötig, aber er ist nicht das Wichtigste. Zumal Husqvarna sowieso schon alles gewonnen hat. Jetzt müssen wir die Zuverlässigkeit unserer Motorräder beweisen. Die Schönsten auf dem Markt sind sie sowieso. Planen Sie einen Zweizylinder-Motor für Husqvarna? Aktuell nicht. Unser Motor ist neu und hat viel Potenzial für Evolutionen. Ich finde, Zweizylinder eignen sich eher für die Straße.

Artikel teilen

Anzeige

Aktuelle Gebrauchtangebote