(Archivversion) Nachspiel

Pro Superbike-DM: Rechtsstreit zum Abschluss

Jetzt ist es amtlich: Der deutsche Pro Superbike-Meister 1999 heißt Christer Lindholm. Da das Saisonfinale der großen Viertakter in Lahr abgesagt wurde und auch das Ersatz-Rennen in Assen nicht realisiert werden konnte, gilt der Stand nach dem sechsten Lauf Ende Juli auf dem Nürburgring: Lindholm (Yamaha/271 Punkte) vor Andy Meklau (Ducati/250) und Jochen Schmid (Kawasaki/156).Klar ist auch, dass es die 1991 gestartete, von einem Industriepool finanzierte und von der Agentur Moto Motion vermarktete Serie künftig nicht mehr geben wird. Zum einen haben die maßgebenden Pool-Partner Kawasaki, Suzuki und Yamaha das Interesse an der Klasse verloren. Zum andern hält Moto Motion auch nach der Kündigung des Vertrags mit dem nationalen Verband DMSB noch bis Ende 2002 die Rechte an der Superbike-DM, so dass der DMSB eine solche Meisterschaft in den nächsten drei Jahren auch gar nicht ausschreiben dürfte.Mangels Rückhalt durch die Industrie hat Moto Motion-Chef Franz Rau mittlerweile seine Pläne verworfen, eine eigene Rennserie auf die Beine zu stellen. Der DMSB wird künftig die Inter-Straßen-DM mit den üblichen Klassen 125, 250 und Supersport 600 veranstalten und anstelle der Superbikes wohl eine Kategorie für große Viertakter nach dem seriennahen Superstock-Reglement ausschreiben.Die skandalöse 1999er Saison wird allerdings noch ein juristisches Nachspiel haben. Da Franz Rau und DMSB-Generalsekretär Jürgen Lamberty völlig gegensätzlicher Auffassung darüber sind, wer die Schuld an den Absagen von Lahr und Assen trägt und sich gegenseitig der Lüge bezichtigen, ist der Gang vors Gericht nicht zu vermeiden.

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