Arzt auf Krädern (Archivversion) Arzt auf Krädern

Pilotprojekt mit Notärzten auf Motorrädern

Während sich die Polizei durch den Stau kämpft und der Rettungshubschrauber nach einem Landeplatz sucht, stoppt der Notarzt bereits die Blutung des Verletzten. Er war schneller, weil mit dem Motorrad unterwegs. »Nach einem Unfall beträgt die Erfolgsquote bei einem Einsatz innerhalb von zwei Minuten 92 Prozent. Bereits vier Minuten später sinkt die Quote auf elf Prozent«, lautet das Fazit einer Studie des Bayerischen Roten Kreuzes. So helfen Motorräder Leben retten, »wegen ihrer unübertroffenen Mobilität, besonders bei ungünstigen Bedingungen«, so Dr. Hermann Munzel, Leiter eines Pilotprojekts mit drei zu Notarzt-Motorrädern umgerüsteten BMW in Esslingen, Diepholz und Iserlohn. In über 75 Prozent der Einsätze waren die bikenden Mediziner schneller vor Ort als die Rettungsdienst zu Lande und zu Luft. Angesichts dieser Bilanz überrascht, daß das Rote Kreuz die Gesamtkosten von 55 000 Mark pro Motorrad nicht übernehmen kann und von Sponsoren abhängig ist. BMW stellt zwei R 1100 RT und eine R 850 RT, Hewlett Packard Teile der medizinischen Ausrüstung. Weitere Unterstützer werden dringend gesucht. Infos dazu bei Dr. Munzel, Telefon 04203/6088.

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