Aufstellmoment beim Bremsen

Immer schön eins nach dem anderen: erst bremsen, dann einlenken und anschließend fein säuberlich die Kurve durchfahren. Eine bewährte Methode im Straßenverkehr. So bemerkt man natürlich vom Aufstellmoment beim Bremsen in Schräglage nichts. Bis irgendwann eine Notsituation auftaucht, die plötzliches Bremsen erfordert. Wer dann nicht weiß, wie die Maschine reagiert, bekommt unter Umständen Schwierigkeiten. Greift man in Schräglage unvermittelt in die Bremse, will sich je nach Fahrwerksgeometrie, Reifenbreite und -kontur jedes Motorrad mehr oder wenig stark aufrichten, da die Aufstandsfläche des Reifens in Schräglage einige Zentimeter aus der Mittelebene wandert, was wiederum ein Moment um die Lenkachse bewirkt. Reaktionen gibt es auch beim Lösen der Bremse, wenn man in eine Kurve hineinbremst. Schmale Reifen, etwa von Enduros, verhalten sich eher unproblematisch, während die breiten vorderen Reifen eines Supersportlers die Maschine in der Regel stärker aufstellen. Die Reifenkontur spielt dabei eine große Rolle.

Bei der SV 1000 hat Suzuki das Problem gut in den Griff bekommen, das neutrale Verhalten wird mit acht von maximal zehn Punkten belohnt.

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