AUK und Abgasgrenzwerte: Standpunkt von Mike Schümann (Archivversion) Standpunkt

Welchen Sinn hat ein Grenzwert, der keiner ist? Fragt sich mopped-Redakteur Mike Schümann



Welchen Sinn hat ein Grenzwert, der keiner ist? Fragt sich mopped-Redakteur Mike Schümann

Im Fußball wären wir’s gern wieder und werden’s wohl nicht, im Aufstellen von Regeln sind wir’s längst und wollen’s gar nicht sein: Weltmeister. Eine neue Weltmeister-Regel ist die passend zum 1. April vom Gesetzgeber eingeführte Abgasuntersuchung für Krafträder (siehe Report auf Seite 172). Das Wichtigste daran: Es gibt zwei CO-Grenzwerte.
Einen relativ strengen für Modelle mit
G-Kat. Und einen relativ weit gefassten
für Modelle mit U- oder ganz ohne Kat.
So weit, so gut. Doch jetzt kommt’s: Gleichzeitig hat es der Gesetzgeber den Motorradherstellern freigestellt, eigene Grenzwerte anzugeben, nach oben
korrigiert. Was die Hersteller auch gemacht haben. Auch machen mussten, um sicherzustellen, dass ihre Kunden nicht an einer Hauptuntersuchung scheitern, obwohl sie mit einem technisch einwandfreien Motorrad bei TÜV, Dekra und Co. vorgefahren sind. Mit einem Motorrad wohlgemerkt, dessen Abgasverhalten völlig legal war zum Zeitpunkt, als sie es gekauft haben.
Wenn aber ein Grenzwert keiner mehr ist, weil ihn der Hersteller, zum Beispiel Suzuki mit der G-Kat-bestückten V-Strom 1000, einfach mal um das 15-Fache erhöhen kann, muss die Frage erlaubt sein: Was
soll das? Die Kassen füllen? In dem Fall die der Prüforganisationen. Der Umwelt nützt es jedenfalls nichts. Keine Weltmeister-Leistung.

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