Auspuff: Homologation von Zubehöranlagen (Archivversion) Homologation

Wie Zubehör-Auspuffanlagen geprüft werden, bevor sie die EG-Betriebserlaubnis erhalten

Entscheidend für die Homologation einer Nachrüst-Auspuffanlage sind die Leistungs- und Geräuschmessung. Toleriert der Gesetzgeber noch einen Leistungszuwachs von fünf Prozent, so ist der Spielraum bei den Geräuschwerten nahezu Null: Weder Stand- noch Fahrgeräusch des Nachrüst-Auspuffs dürfen lauter sein als der Serienauspuff, selbst wenn das Fahrgeräusch des Originals unter dem Grenzwert von 80 dB (A) liegt. Erlaubt ist lediglich, daß der Zubehör-Auspuff mit den Geräuschwerten des Referenzmotorrads gleichzieht, wenn dieses wegen der Serienstreuung die zulässige Toleranz von einem dB (A) beim Fahrgeräusch und drei dB (A) beim Standgeräusch ausschöpft.Das Fahrgeräusch wird auf einer Meßstrecke mit Norm-Asphalt ermittelt (siehe Skizze), die im Umkreis von 50 Metern keine schallreflektierenden Gegenstände aufweisen darf. Das Motorrad fährt im zweiten und dritten Gang mit jeweils 50 km/h an die Meßstrecke heran; am Anfang wird voll beschleunigt, am Ende das Gas abrupt zurückgenommen. Das Ergebnis errechnet sich aus dem gerundeten Mittelwert der insgesamt vier Messungen aus beiden Richtungen, von dem ein dB (A) abgezogen wird. Bei der Standgeräuschmessung wird das Mikrofon in Höhe der Auspuffmündung im Winkel von 45 Grad zur Längsachse und 0,5 Metern Abstand positioniert, während der Motor auf halber Nenndrehzahl gehalten wird (Nenndrehzahl über 5000/min). Als Ergebnis zählt der höchste von drei Meßwerten, gerundet auf volle dB (A).

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