Auspuffanlagen: Info zu Nachrüstschalldämpfern allgemein (Archivversion) Kat: ja oder nein?

Dürfen an Motorräder, die serienmäßig mit einem Kat ausgerüstet sind, EG-geprüfte Nachrüstdämpfer ohne Kat angebaut werden?

Die Antwort lautet: ja. Zumindest, wenn der Austauschdämpfer vor dem 18. Mai 2006 homologiert wurde und eine EG-Genehmigung besitzt. Für alle später geprüften Anlagen gilt die Richtlinie 2005/30, die für Motorräder mit Kat im Endschalldämpfer nur noch Nachrüstdämpfer mit Kat zulässt. Für Maschinen, bei denen der Kat in den Krümmern steckt, spielt die neue Richtlinie keine Rolle, da bereits der Serien-Endtopf ohne
Kat auskommt und somit auch Austauschdämpfer keinen benötigen. Und was passiert jetzt bei der Abgasuntersuchung (AUK), wenn die Abgaswerte mit nach altem Recht genehmigten, katlosen Nachrüstdämpfern zu hoch sind? In der Praxis verhalten sich die allermeisten Prüfstellen kulant, da sie von dem Gesetzeskonflikt zwischen EG- und deutschem Recht wissen. Ein Vermerk im Prüfbericht weist auf die erhöhten Abgaswerte hin. Lediglich für die ab 2006 nach Euro 3 homologierten Motorräder mit Katalysator im Endschalldämpfer gilt diese Regelung nicht – auch deren Zubehördämpfer benötigen einen Kat. Wer an diese einen anderen Auspuff anbaut, wird spätestens bei der ersten
fälligen AUK Probleme bekommen.

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