Bauarten (Archivversion)

Grundsätzlich werden bei Schalldämpfern für Viertaktmotoren zwei Funktionsprinzipien unterschieden. Im Absorptionsdämpfer (obere Zeichnung) befindet sich Dämmmaterial (Stahl- oder Mineralwolle). Die Schallenergie, die durch das innere Siebrohr tritt, wird dabei in der Wolle in Wärme umgewandelt, also quasi vollständig verschluckt. Allerdings trifft dies nur für einen Teil des »Lärms« hauptsächlich im höherfrequenten Bereich zu. Der Rest kann relativ ungedämpft durch den Dämpfer austreten. Reine Absorptionsdämpfer werden hauptsächlich bei Racing-Anlagen eingesetzt. Schalldämpfer von Straßenmaschinen arbeiten fast ausschließlich nach dem Reflektionsprinzip (untere Zeichnung) mittels verschiedener Kammern, die mit Röhrchen verbunden sind. Der Schall wird in diesen Kammern reflektiert und löscht sich durch die Phasenumkehr aus. Durch mehrere solcher Resonanzkammern können verschiedene Frequenzbereiche wirkungsvoll gedämpft werden. Vorteil dieser Konstruktion: Es wird keine Wolle verwendet, daher bleibt die Dämpfung konstant. Manche Nachrüstdämpfer kombinieren beide Funktionsprinzipien.

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