Bella Italia (Archivversion) Bella Italia

Noch vor kurzem sah es traurig aus in der italienischen Motorradindustrie. Bimota musste dichtmachen, MV Agusta produzierte fast keine Maschinen mehr, Aprilia zu viele, vor allem Roller, und schrieb deshalb rote Zahlen. Moto Guzzi sowie Laverda waren am Ende, und der größte Zweiradhersteller Europas, Piaggio, lieferte Viertaktroller aus, deren Motoren schneller am Ende waren als die Reifen. Und Ducati? Die Bolognesern hatten mit den äußerlich fast unveränderten Nachfolgerinnen der 916 sowie den Monster- und ST-Modellen seit langem nichts wirklich Neues zu bieten. Sollte es vorbei sein mit den faszinierenden, toll gestylten und so wunderbar emotionalen Motorrädern aus Bella Italia? War die schöpferische Kraft und die wirtschaftliche Dynamik, die die italienische Motorradindustrie Mitte der 90er Jahre so beflügelt hatte, plötzlich verglüht?Nein! Seit einigen Monaten mehren sich die Zeichen, dass es wieder aufwärts geht. Teilweise kooperieren die Firmen nun sogar, was noch vor wenigen Jahren undenkbar schien. Aprilia entwickelt zusammen mit Piaggio Rollerantriebe, die halten; MV gibt die Marke Husqvarna und die Cagiva-Raptor-Baureihe an die Piaggio-Gruppe ab. Moto Guzzi, inzwischen im Besitz von Aprilia, hat eine ganze Reihe neuer Konzepte ausgearbeitet und wird bald einen großvolumigen, wassergekühlten V2 präsentieren. Und die Benelli Tornado Tre kommt ins Laufen, wenn auch mühsam. Und Ducati? Ducati präsentiert mit einem Paukenschlag die Nachfolgerin der 916-Baureihe, die extrem gutaussehende 999. Die brandneue Supersportlerin, die Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, MOTORRAD als erste Fachzeitschrift präsentiert, setzt das Highlight in unserem kleinen Italien-Spezial. Wir testeten die neue Benelli, ergötzten uns am Sound reinrassiger Renn-Replikas, sprachen mit Aprilia-Boss Ivano Beggio und dem Designer der 999, Pierre Terblanche. Und wir wollen Sie animieren, bei unserem Internet-Voting mitzumachen. Sie können nämlich die Zukunft von Moto Guzzi mitbestimmen. Mehr dazu auf Seite 28.Es bleibt dabei: Die schönsten Maschinen werden in Italien gebaut

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