Bitumen-Unfälle (Archivversion) Beschwerde

Gerhard Scheffler zeigte die Straßenverkehrsbehörde Altenahr in der Eifel an. Wegen Verletzung ihrer Aufsichtspflicht. Sein Sohn Joachim war im September 1994 auf der B 257 mit dem Motorrad tödlich verunglückt. Unfallursache: Bitumenflickerei. Einige Tage später verlor an derselben Stelle ein weiterer Motorradfahrer sein Leben. Die Staatsanwaltschaft Koblenz stellte das Verfahren ein. Mit einer zweifelhaften Begründung. »Unstreitig«, so heißt es da, »sind die Unfälle ... auf die für Zweiradfahrer gefährlich gewordene Straßendecke zurückzuführen.« Dennoch habe die Straßenmeisterei ihrer Sorgfaltspflicht »erkennbar Genüge getan«. Weil sich beispielsweise der Leiter der Straßenmeisterei in der »Kfz-Schlange« befunden habe, »die sich aufgrund der Unfallaufnahme im Unglücksfalle Scheffler gebildet hatte. Bei dieser Fahrt fiel diesem Beamten eine sich aus dem optischen Erscheinungsbild der Unfallstelle ergebende Gefährdungslage nicht auf«. Das Foto unten beweist das Gegenteil. Außerdem hätten Motorradfahrer, die an derselben Stelle verunglückt seien, keine Meldung gemacht. Stimmt nicht, wie eine Unfallanzeige der Polizei Bad Neuenahr-Ahrweiler beweist: Ausrutscher an genau dieser unfallträchtigen Stelle. Aufgenommen am 14. Juli 1994, zwei Monate vor dem Tod der beiden Biker. Gerhard Scheffler hat gegen die Einstellungsverfügung Beschwerde eingelegt.

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