Bleichwirkung von GS-Abgas (Archivversion) BMW ER-BLONDET

Da staunten MOTORRAD-Schrauber Mike Funke und Test-Redakteur Thomas Schmieder nicht schlecht: Nach zwei Tagen auf dem Leistungs- und Abgasprüfstand mit einer BMW
F 650 GS kamen beide erblondet und mit juckender Kopfhaut
zurück. Schlimmer noch waren die Sticheleien der Kollegen, wie »Blondi« oder »Marilyn«. Erste Untersuchungen aus dem auf Haarproben spezialisierten Chemie-Labor Schröder-Köpf ergaben eine plötzlich einsetzende Bleichwirkung, vergleichbar dem Wirkstoff Wasserstoff-Peroxid in handelsüblichen Blondiermitteln.
Die Wurzel allen Übels scheint die Dauerhaltbarkeit der Katalysator-Beschichtung zu sein. Sie setzt als Folge der sehr sparsamen, also mageren Abstimmung des Einzylinders nach einer gewissen Laufleistung Platin-Partikel im Piezo-Grammbereich frei. Dadurch entstehen dann oszillierende Photo-Oxidantien und letztlich lasziv-reaktive Sauerstoff-Radikale in größeren Konzentrationen. Das zumindest mutmaßen diejenigen Redakteure, die mit gasförmigen Betäubungsmitteln einschlägige Erfahrung gesammelt haben.
Weltexklusiv veröffentlicht MOTORRAD die betroffenen Fahrgestellnummern: Sie reichen von MKF 08061952 bis TSR 06121966. BMW will der Sache nach eigenen Angaben noch auf den Grund gehen und bittet um Geduld, wenn es etwas länger dauert. Zum Verdacht, dass auch andere Körperteile betroffen sein könnten, schweigen die beiden unfreiwilligen Versuchskaninchen beharrlich.
Derweil sollten Fahrer(innen) einer BMW F 650 GS im Standbetrieb äußerste Vorsicht walten lassen und im Zweifelsfall lieber den Motor abstellen. Bei körperlichen Beeinträchtigungen muss umgehend die nächst gelegene BMW-Werkstatt aufgesucht werden; eine Info-Hotline ist seit 1. April unter 089/
3820 und 0711/1821762 geschaltet. tsr

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