BMW bei der Rallye Paris-Dakar (Archivversion) BMW bei der Rallye Paris-Dakar

Die Bilanz der weiß-blauen Wüstentouren

Fahren sie oder fahren sie nicht? Die Geschichte des offiziellen Werks-Engagements von BMW bei der Rallye Paris-Dakar ist ebenso erfolgreich wie wechselhaft. Wobei der Einstieg der Bajuwaren in die wohl populärste Wüstenrallye der Welt von den damals wie heute rallyebegeisterten Franzosen inszeniert wurde. Bereits bei der zweiten Dakar-Auflage 1980 schickte der gallische BMW-Importeur den damaligen Spitzenpiloten und heutigen Dakar-Organisator Hubert Auriol sowie den nur unter seinem Pseudonym Fenouil bekannten Journalisten Jean-Claude Morellet ins Rennen. Trotz der Disqualifikation Auriols ermutigte der gute fünfte Platz Fenouils das Stammhaus zum offiziellen Auftritt auf der Rallye-Bühne. Mit Erfolg. Als Werksfahrer siegte Auriol 1981 mit dem Boxer überlegen. Ein Jahr später wendete sich das Blatt. Nach mehreren Getriebedefekten nahm BMW-Einsatzleiter Dietmar Beinhauer das dreiköpfige Werksteam vorzeitig aus dem Wettbewerb. BMW stieg offiziell aus dem Rallyesport aus. 1983 gewinnt Auriol unter der Regie von BMW-Frankreich, was BMW München wiederum ein Jahr später veranlaßte, in die Wüste zurückzukehren. Nach zwei Siegen von Ex-Moto Cross-Weltmeister Gaston Rahier folgte 1986 nur Rang 14 für das BMW-Aushängeschild. Der nächste Rückzug wurde verkündet. 1988 starteten Eddi Hau und Richard Schalber unter der Initiative der langjährigen BMW-Rallye-Schmiede HPN ein letztes Mal halboffiziell die großvolumigen Desert-Boxer. Und so die BMW-Chefetage will, rufen die Bayern am 1. Januar 1998 in Paris ein weiteres Mal den Rückzug vom Rückzug aus.Dakar-Erfolge von BMWJahr Platz Fahrer1980 5 Fenouil (F)1981 1 Hubert Auriol (F) 4 Fenouil (F)1983 1 Hubert Auriol (F)1984 1 Gaston Rahier (B) 2 Hubert Auriol (F)1985 1 Gaston Rahier (B)1986 8 Eddi Hau (D)1987 5 Gaston Rahier (B)1988 12 Eddi Hau (D)

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