BMW startet bei der Tunesien-Rallye (Archivversion) Wüstes Fieber

Nach der Rallye Paris-Dakar wehten die Flaggen bei BMW nur auf Halbmast. Von dem bei der offiziellen Rückkehr in den Rallyesport gestarteten vier Werkspiloten - darunter der vierfache Dakar-Sieger Edi Orioli - schlug sich nur ein einziger nach Dakar durch: der Franzose Jean Brucy auf dem mageren 35. Rang.Doch der von Insidern danach befürchtete Ausstieg nach dem Wiedereinstieg blieb aus - die Bajuwaren werden sich bei der vom 2. bis 12. April stattfindenden Tunesien-Rallye ein weiteres Mal auf den schwarzen Kontinent vorwagen. Allerdings mit reduzierter Mannschaft. Lediglich Jean Brucy sowie der bei der Dakar mit Motorschaden ausgefallene Spanier Oscar Gallardo sollen die weiß-blaue Flagge wieder hissen helfen. Aufgabe der verkleinerte Truppe ist neben einem ansprechenden Resultat vor allem, die technischen Änderungen zu testen. Ein modifiziertes Kühlsystem, ein um drei PS erstarkter Motor sowie die Rückkehr zu einem von einer Umlenkhebelei betätigten Stoßdämpfer statt einer direkt auf der Schwinge angelenkten Version sollen die F 650 nach vorn bringen.Was nicht ganz so leicht werden wird. Schließlich rückt auch die Rallye-Streitmacht KTM mit nahezu voller Besetzung aus. Der Zweitplazierte der letzten Dakar, Fabrizio Meoni, führt die ebenfalls Dakar-gestählte KTM-Riege mit Richard Sainct, Thierry Magnaldi und dem besten Deutschen der letzten Dakar (Rang sieben), Dirk von Zitzewitz, an.Mit einem Gegner müssen aber weder BMW noch KTM rechnen: Der sechsfache Dakar-Sieger Stéphane Peterhansel hat nach seinem letzten Triumph dem Rallyesport auf zwei Rädern endgültig adieu gesagt.

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