Boe, Christian: Interview (Archivversion) Interview

Christian Boe, Geschäftsführer von Yamaha Motor Deutschland, zur Situation der Marke.

Motorräder von Yamaha laufen in Europa gut. Nur in Deutschland steht es mit den Verkäufen mit Platz vier unter den Marken nicht zum Besten. Woran liegt das?
Wir betrachten immer die Gesamtzahl der Zulassungen aller zulassungsfähigen Zweirad-Fahrzeuge, und da liegen wir in Deutschland per Ende Oktober mit 14,4 Prozent auf dem zweiten Platz. Analysiert man bei den fünf großen Marken die Relation zum Vorjahresergebnis, so ist bei Yamaha mit 0,9 Prozent Minus der Rückgang bei den Gesamtzulassungen sogar am geringsten, was aber für uns kein Grund ist, mit dieser Situation zufrieden zu sein. Grundsätzlich ist der deutsche Markt ein sehr preissensibler. Durch ein äußerst attraktives Modell-
programm und eine marktgerechte Preisgestaltung blicken wir durchaus optimistisch ins Jahr 2007.
Wie wird Yamaha Motor Deutschland auf die Zukunft ausgerichtet, welche Ziele gibt es und wie viele Arbeitsplätze werden eingespart?
All unsere Aktivitäten zur zukünf-
tigen Ausrichtung von Yamaha Motor Deutschland orientieren sich an den Marktanforderungen und den Kundenbedürfnissen. Wir sind zurzeit in einer Phase der Umstrukturierung. Die Organisation wurde hauptsächlich im administrativen Bereich um zirka 20 Mitarbeiter auf nunmehr 77 Personen reduziert. Gleichzeitig wurde der Außendienst personell verstärkt, um zukünftig eine noch bessere Betreuungsleistung für unsere Handelsorganisation und damit auch für unsere Kunden gewährleisten zu können.
Wie erklären Sie sich die vielen Rückrufe im Oktober und November 2006, die teils mehrere Modelle betrafen?
Wir verkaufen technisch anspruchsvolle Produkte mit einem anerkannt hohen Qualitätsniveau. Trotzdem kann es in Einzelfällen zu Situationen kommen, die eine Rückrufaktion notwendig machen. Die konsequente Art und Weise, in der Yamaha Motor Deutschland diese umsetzt, macht sicherlich auch deutlich, dass bei uns die Sicherheit und Zufriedenheit unserer Kunden oberste Priorität haben, und das wird auch in
der Zukunft so bleiben. Das zeitliche Zusammentreffen der drei aktuellen Rückrufe ist als reiner Zufall zu betrachten.

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