Bradl, Helmut und Stefan: Rennfahrer-Karrieren im Vergleich (Archivversion)

1984 Erstes Rennen in der deutschen 500-cm3-Viertakt-Nachwuchsmeister-schaft auf einer Serien-Honda VF 500. Helmut ist 22 Jahre alt, verdient als
Automechaniker knapp 900 Mark im Monat. Platz drei in der Gesamtwertung.
1985 Gleiche Klasse, gleiches Motorrad, aber mit Motortuning, speziellen
Rädern, Spezialtank und -sitzbank. Er gewinnt elf von 14 Rennen und den Titel.
1986 Wechsel in die deutsche 250-cm3-Meisterschaft mit einem auf Kredit
gekauften, neuen Honda-Production-Racer. Erster WM-Start, DM-Platz zwölf.
1987 Europameisterschaft und DM 250 cm3 mit neuem Production Racer,
zwei WM-Starts. Bradl wird Vize-Europameister und DM-Dritter.
1988 Komplette WM-Saison mit neuem Production Racer. Zum Saisonende
zwei Rennen auf der Werks-Honda von Toni Mang. Gesamtrang 17, DM-Zweiter.
1989 Teamkollege von Reinhold Roth im HB-Honda-Team. Bradl erhält zwei
Semi-Werks-Honda sowie 100000 Mark Ersatzteil-Budget. WM-Platz neun.
1990 Mit Roth bei HB-Honda, Voraussetzungen wie 1989. Nach Roths schwerem Unfall stehen die für ihn geplanten Finanzmittel und Techniker wie Sepp Schlögl
Helmut Bradl zur Verfügung. HB zahlt seine Reisekosten. Er wird WM-Vierter.
1991 Volle Unterstützung des HB-Honda-Teams mit Semi-Werksmaschinen und Sepp Schlögl als Cheftechniker. Bradl erhält erstmals Gage von Hauptsponsor HB.
Er gewinnt seinen ersten Grand Prix sowie noch vier weitere, wird Vizeweltmeister.
1992 Voraussetzungen wie 1991, aber Wechsel von Dunlop zu Michelin.
Ein zweiter Platz als bestes Ergebnis, in der Schlusswertung reicht es zu Rang vier.
1993 Unveränderte Bedingungen, aber Helmut Bradl gelingen nur zwei
dritte Plätze als beste Einzelresultate. Am Jahresende steht Platz sieben zu Buch. HB-Teamchef Dieter Stappert ersetzt Bradl für die Saison 1994 durch Ralf
Waldmann. Bradl hängt Kombi und Helm an den Nagel.

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