Brillen: Kaufberatung Sehhilfen für Motorradfahrer (Archivversion) Lucky Look

Auch Motorradfahrer sehen gern. MOTORRAD verrät, mit welchen Sehhilfen der Biker glücklich wird.

Motorradfahrer sind mit einer Fehlsichtigkeit eigentlich schon genug gestraft - da müssen sie sich das Leben nicht unbedingt mit einer ungeeigneten Sehhilfe noch schwerer machen. Dennoch läßt die Beratung beim Optiker häufig zu wünschen übrig, da sich die Anforderungen für Biker noch nicht bis dorthin herumgesprochen haben.Dabei ist’s doch eigentlich gar nicht so kompliziert. Zunächst zur Fassung: Ob das Gestell aus Horn oder aus Metall besteht, ist eher Geschmackssache. Viel wichtiger ist, daß die Brille entweder stabil oder besonders nachgiebig ist - einige moderne Fassungen lassen sich extrem verbiegen, ohne daß sie dabei beschädigt werden. Die Augen sollten durch die Form der Brille möglichst vor Zugluft geschützt sein. Besonders Fehlsichtige sollten sich für eine möglichst kleine Fassung entscheiden, da dann auch die Gläser wesentlich dünner ausfallen.Entspiegelung der Gläser muß sein, aber mehr ist nicht immer besser. Für Brillen, die auch auf dem Motorrad getragen werden, ist die zweifache Entspiegelung der beste Kompromiß: je mehr entspiegelt, desto schwieriger beziehungsweise schlieriger verläuft die Reinigung. Apropos Reinigung: Mit einem Mikrofasertuch klappt’s am besten (zwischen drei und acht Mark, waschbar bei 30 Grad).Kunststoff-«Gläser« sind im Normalfall dicker als die Pendants aus echtem Glas, teurer und außerdem kratzempfindlicher. Gegen Aufpreis gibt’s Kunststoffgläser zwar auch in einer dünneren (empfehlenswert ab zirka minus drei Dioptrien) und kratzfesteren Version, allerdings erreicht auch der kratzfeste Kunststoff nicht die Härte von Glas. Der bedeutsame Vorteil aber: Glas splittert, Kunststoff dagegen ist bruchsicher. Und Kunststoff neigt außerdem nicht so stark zum Beschlagen wie Glas.Dieses Problem kennen Kontaktlinsen-Träger natürlich überhaupt nicht. Sonnenbrillen können sie vom Drehständer bei der Tankstelle kaufen, das Gesichtsfeld ist viel größer als mit Brille, und die Frage »wohin mit der Brille beim Helm auf- und absetzen« entfällt. Die Nachteile: Kontaktlinsen sind meist teurer - nicht nur in der Anschaffung (je nach Ausführung zwischen 250 und 1200 Mark), sondern mit zwischen 15 und 30 monatlichen Mark auch in der Pflege sowie in der begrenzten Lebensdauer von einem bis drei Jahren. Und an die Herumpulerei im Auge muß man sich auch erst einmal gewöhnen.

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