Chance für Fuchs (Archivversion) Macht´s Mohag?

Das elf 500-Team von des Schweizers Michel Métraux hat nach erfolgloser Sponsorsuche keine Zukunft mehr. Fahrwerks-Konstrukteur Serge Rosset sucht nach einem neuen Job und bewarb sich um das Projekt Aprilia RSV 500, das die kleine venezianische Firma ebenfalls aus Geldmangel nur noch mit einem Satellitenteam weiterführen wird. Auch der 35jährige spanische Rennveteran und mehrmalige Weltmeister Jorge Martínez, der nach seinem 200. Grand Prix in Australien seinen offiziellen Rücktritt als Fahrer bekanntgab und nun als Teamchef weitermachen will, interessiert sich für die Zweizylindermaschine. Die besten Karten haben allerdings Jürgen Fuchs und das Schweizer Mohag-Aprilia-Team. Nach den katastrophalen Resultaten von 250-cm3-Pilot Oliver Petrucciani wollte Teamchef Alfred Staub eigentlich aufhören, sieht mit Fuchs in der Halbliterklasse nun aber neue Perspektiven. Auch Aprilia-Konstrukteur Jan Witteveen hält diese Kombination für optimal, muß die Leasingraten aber wohl nach unten korrigieren. »Er hat uns einen Preis genannt, bei dem wir ein Budget von rund 1,8 Millionen Schweizer Franken auftreiben müßten. Das ist heutzutage kein Pappenstiel«, stellte Mohag-Teammanager Heinz Lüthi fest. »Die fairste Lösung wäre, wenn wir fürs Team und alle Unkosten und Aprilia fürs Material aufkommen würde!“

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