Checkliste Renntrainings (Archivversion)

Renntrainings sind so populär wie selten zuvor. Kein Wunder, schließlich bieten die organisierten Trainings alles, was Asphalt-Flitzer wollen. Rennstreckenkilometer satt, ohne Angst vor Gegenverkehr oder Leitplanken. Allerdings: Renntraining ist nicht gleich Renntraining. Neben den herkömmlichen Angeboten mit freiem Fahren gibt es Trainings mit Einführungslehrgang, komplett instruierte Trainings oder nur für spezielle Zielgruppen (Anfänger, Lizenzfahrer etc.) ausgeschriebene Trainings.Um sich leichter durch den fast unüberschaubaren Dschungel der Anbieter zu wühlen, hat MOTORRAD eine Checkliste zusammengestellt, mit der jeder auf der richtigen Strecke beim richtigen Organisator zu seinem Spaß kommen kann.SelbsteinschätzungIn welche Kategorie gehört mein fahrerisches Können?Man unterscheidet Einsteiger, Sportfahrer oder Rennfahrer.GruppeneinteilungIst das Renntraining für eine dieser Gruppen speziell ausgeschrieben?Nicht unbedingt nötig, aber......sollte nicht doch eine Gruppeneinteilung nach Leistungsklassen vorgenommen werden?Sehr wichtig. Besonders von einer Mischung von Einsteigern und Sportfahrern wird abgeraten.Zwischen Sport- und Rennfahrern sind die fahrerischen Unterschiede in der Regel nicht so groß. Eine Mischung der Gruppen ist dort eher möglich.Wie groß sind die Trainingsgruppen?Für kleine Strecken gilt maximal 35, für größere Strecken maximal 50 Fahrer je Gruppe, die gleichzeitig auf die Strecke gehen können.SicherheitIst die Strecke eine Motorradstrecke?Auch wenn die meisten Strecken sowohl für Autos und Motorräder geeignet sind, gibt es dennoch einige wenige, die aus Sicherheitsgründen nicht oder nur bedingt für Motorräder taugen.Stehen genügend Streckenposten zur Verfügung?Sämtliche neuralgischen Punkte einer Strecke sollten durch Streckenposten abgesichert sein oder......gibt es eine Video-Überwachung der Strecke, durch die bei Stürzen zentral per Ampel gewarnt wird?Fast noch besser als Streckenposten, da in derRegel erfahrenes Personal mit der Überwachung beauftragt wird.Ist Sanitätspersonal an der Strecke postiert?Moderne Rennstrecken werden in aller Regel nur bei gleichzeitiger Buchung von Sanitätspersonal und Krankenfahrzeugen vermietet.Wie viele Krankenfahrzeuge sind vorhanden?Eins reicht aus. Aber zwei sind besser, denn sonst muß, falls ein verletzter Fahrer vom Sanitätsfahrzeug ins Krankenhaus gebracht werden muß, das Training unterbrochen werden.Ist eine spezielle Krankenversicherung nötig?Im Inland nicht. Im Ausland wird aber dringend eine Auslands-Krankenversicherung (erhältlich bei Krankenkassen oder Banken) empfohlen, die eventuell höhere Behandlungskosten oder den Rücktransport abdeckt.Instruierte TrainingsSind auf allen Renntrainings Instruktoren vorhanden?Nein. Renntrainings bedeuten in der Regel freies, selbständiges Fahren. Instruktoren sind nur fürexplizit ausgeschriebene Fahrerlehrgänge üblich. Dennoch gibt es einige Veranstalter, die auch vor ihren Trainings kurze Einführungskurse anbieten.Wie groß sind die Gruppen je Instruktor?Generell gilt, je weniger, desto besser. Zehn Schüler je Gruppe sind die Obergrenze.Welche Qualifikation sollten Instruktoren besitzen?Nicht immer gilt: Je schneller der Instruktor, desto größer der Lerneffekt. Viel wichtiger ist, daß derInstruktor möglichst viel Erfahrung besitzt.RennenBietet der Veranstalter im Rahmen der Trainings Hobbyrennen an?Manche Veranstalter organisieren – meist zumAbschluß der Veranstaltung – Hobbyrennen.Kosten diese Rennen eine zusätzliche Teilnahmegebühr?In der Regel fallen separate Kosten für die Teilnahme an diesen Rennen an, die jedoch sehrunterschiedlich sind.ServiceBietet der Veranstalter preiswerte Unterkünfte in der Nähe der Rennstrecke an?Zumindest eine Hotelliste sollte jeder Veranstalter anbieten. Eine Vermittlung von Zimmern oder Ferienwohnungen wäre vorteilhaft.Hat der Veranstalter einen Reifen-, Reparatur- oderErsatzteilservice vor Ort?Sehr hilfreich bei technischen Problemen oder Stürzen.Wird Verpflegung zu vernünftigen Preisen angeboten?Oft kann im Fahrerlager-Restaurant gegessen werden. Wenn nicht, spart ein Verpflegungs-Service des Veranstalters Geld, Arbeit und Weg.Ist der Veranstalter im Vorfeld des Trainings für Rückfragen gut erreichbar?Vor allem Hobby-Veranstalter sind oft schlechterreichbar beziehungsweise beantworten Anfragen per Fax nur schleppend.

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