Crash-Test: Yamaha GTS 1000 gegen PKW (Archivversion) Der Crash: Präzisionsarbeit

Wenn es darum geht, möglichst präzise Schrott zu produzieren, sind die Mitarbeiter von DEKRA Spezialisten. Rund 120 Crash-Versuche aller Art werden jährlich im Crash-Zentrum in Neumünster durchgeführt. Der hier beschriebene gehört zur ganz komplexen Art, weil beide Fahrzeuge sich bewegen. So muß das Auto mit einer OFF (Optischen Fahrzeug-Führung) ausgerüstet sein. Eine Kamera tastet dabei alle 40 Millisekunden einen fünf Zentimeter breiten Reflexionsstreifen ab. Bei Abweichungen vom Kurs gibt ein Rechner entsprechende Signale an die elektro-hydraulische Lenkung weiter, die den Wagen wieder auf Kurs bringt. Auch die An- und Unterbringung von Sensoren sowie die Speicherung der Daten erfordern eine penible Vorbereitung. So muß zum Schutz der Speichereinheit auf dem Heck des Motorrads jeweils ein eigener, stabiler Schutzkäfig angefertigt werden. Bliebe noch der eigentliche Crash-Ablauf. Um sicher zu gehen, daß Motorrad und Auto sich an der vorgesehenen Stelle treffen, bedarf es einer exakten Einstellung, um die Umlenkung beider von demselben Panzermotor angetriebenen Zugseile genau zu koordinieren. Bis es dann zum Crash kommt, haben sechs Techniker und ein Projektleiter jede Menge Arbeit - und Nervenstärke - investiert.

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