Crashtest Motorrad/Fußgänger (Archivversion) Gut zu Fuß

Einfache Maßnahmen an Motorrädern könnten Fußgänger besser schützen

Acht Prozent der Unfälle zwischen Motorrad und Fußgänger verlaufen tödlich. Grund genug für die Diplomanten Andre Schönekäs und Sebastian Heine der TU Berlin, dieses Thema aufzugreifen. Anhand einer rechnerischen und experimentellen Untersuchung kamen sie zu dem Schluß, daß geringfügige Veränderungen am Motorrad das Verletzungsrisiko für Fußgänger drastisch reduzieren könnten. So kann eine Gabel-, Lenker- und Scheinwerferverkleidung beim Aufprall Energie absorbieren und durch Abgleitbewegungen die Chancen des Fußgängers deutlich verbessern. Auch eine spezielle Blinker- und Spiegelanordnung ist geeignet, das Verletzungsrisiko erheblich zu verringern. Bereits die Rechnersimulation ergab ein verblüffendes Resultat: Während der Fußgänger bei 80 Prozent der Kollisionen ab Tempo 40 tödliche Verletzungen erleidet,erhöhen diese Modifikationen die Überlebenschance von 20 auf 80 Prozent. Genau das bestätigte auch der Crashtest, bei dem ein Dummy mit einer modifizierten MZ kollidierte. Ein beachtlicher Erfolg mit einfachen Mitteln, der auch dem Motorradfahrer zugute kommen könnte, denn der ist in der Regel ja auch Fußgänger.

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