Crosser (Archivversion)

Service-Ressortleiter Gert Thöle, 40, 1,90 Meter

Eins haben die Kurzen uns Langen voraus: Sie sehen auf Motorrädern meist besser aus - die Proportionen passen, das Verhältnis von Mensch und Maschine ist ausgewogener. Aber im Alltag hat es wiederum auch Vorzüge, wenn die Natur nicht mit den Zentimetern gegeizt hat. Zwar sind die langen Gräten manchmal im Weg (zum Beispiel, wenn man runterfällt), beim Fahren im Gelände aber äußerst hilfreich - schön, wenn man in brenzligen Situationen souverän mit den Beinen am Boden paddeln kann.Problematischer ist bei meinen 1,90 Meter eher, daß es selbst auf hochbeinigen Hard-Enduros oft ausgesprochen eng zugeht. Der Abstand zwischen Sitz und Fußrasten ist mir in vielen Fällen zu gering, der Lenker meist zu nah am Körper. Daher passe ich meine eigenen Motorräder meist entsprechend an. Das heißt: Die Sitzbank wird gegen eine höhere getauscht oder beim Spezialisten aufgepolstert. Die originale Lenkstange kann meist dranbleiben - mit Distanzscheiben zwischen Gabelbrücken und Klemmfäusten sowie längeren Befestigungsschrauben läßt sich die Position des Lenkers schnell und billig anheben. Noch besser ist es, wenn die Klemmfäuste wie bei einigen KTM LC 4-Modellen asymmetrisch sind. Durch Drehen der Klemmfäuste kommt der Lenker gleichzeitig weiter nach vorn und nach oben.

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