Dainese-Datarecording (Archivversion) Aufgezeichnete<br /><br /> Leistung

Datarecording hilft, Rundenzeiten zu verbessern – und diese Hilfe sollen künftig auch Amateure kostengünstig nutzen können. Deshalb
entwickeln Lederkombi-Fabrikant Dainese und die Datarecording-Spezialisten von 2D derzeit ein System zur möglichst simplen Leistungskontrolle.

Ambitionierten Hobby-Racern ist die Fragestellung nicht fremd: »Immer noch nicht schneller geworden? Wo bleibt die Zeit bloß liegen?« Stundenlanges Training will einfach keinen Erfolg zeitigen. Aber woran fehlt’s? Falsche
Linie? Beim Anbremsen die Hosen voll? Zu wenig Kurvenspeed?
Die Antwort auf all diese Fragen
kann ein Datarecording-System liefern. Bei Profis schon längst unentbehrlich, hält es in Amateur-Fahrerlagern nur zögerlich Einzug. Zu teuer, zu kompliziert, zu aufwendig und eh nur was für die ganz Schnellen – so die häufigsten Vorbehalte.
Deshalb entwickelt Dainese zusammen mit den Karlsruher Data-Spezialisten 2D jetzt ein einfaches System, das – in den Aero-Buckel der Lederkombi eingearbeitet – dem Piloten alle wichtigen Daten liefert, die er braucht, um an seiner Performance feilen zu können. Es besteht aus Data-Logger, GPS-Modul und Akku sowie passender Software, um die
Datenflut auswerten zu können – die wird erzeugt, obwohl das System auf Profi-
Features wie Federwegs- und Drosselklappensensoren verzichtet.
Alle übrigen zur Verbesserung der eigenen Leistung wichtigen Daten liefert das System. Es misst Beschleunigung, Verzögerung und Durchzug. Zeichnet Geschwindigkeiten und die gefahrene Linie auf. Mit ebenso großer Genauigkeit wie konventionelle, am Fahrzeug montierte Systeme. So lassen sich Brems- und Beschleunigungspunkte exakt erfassen und darstellen. Oder unterschiedliche Linienwahlen übereinanderlegen und einzelne Runden oder Sektionen miteinander vergleichen. Selbst die Schräglage wird in jeder Situation festgehalten. Weil der
Pilot das System per Lederkombi immer bei sich hat, kann er seine eigene Darbietung sogar auf verschiedenen Motor-
rädern miteinander vergleichen.
Dass sich dahinter nicht nur eine Low-Budget-Spielerei, sondern ein durchaus ernsthafter Ansatz verbirgt, zeigt die
Tatsache, dass Dainese zusammen mit KTM-Junior Michael Ranseder in der vergangenen Saison dieses System bereits verwendet hat, um einen Airbag-Schutz für Rennfahrer zu entwickeln, der beim Sturz einen Genickschutz aufbläst. Das ist zwar derzeit noch Zukunftsmusik, doch die ersten Ergebnisse waren vielversprechend. Greifbar dagegen ist die Markteinführung des Personal Data
Systems Ende 2007. Bis dahin wird auch
der Preis feststehen. Bereits zum Jahresbeginn will 2D eine Profi-Version für
Motorrad-Testfahrer anbieten.

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