Dark Dog Challenge: Reportage (Archivversion)

Sportchef Lothar Kutschera zum Dark-Dog-Konzept und zur Auswahl der Förderkandidaten für 2003.

Ob die beiden Spitz-Buben aus Sachsen tatsächlich internationale Spitze oder gar Weltmeister werden, also die maximalen Ziele des Dark-Dog-Konzepts erreichen, bleibt abzuwarten. Garantie auf Erfolg gibt es auch bei noch so professioneller Unterstützung keine. Aber der Initiative von ADAC und Honda, deutsche Youngster in einem zunächst über drei Jahre laufenden Programm in den Grand-Prix-Sport zu führen, gebührt uneingeschränktes Lob. Talente wie Matti Seidel, die keine vermögenden Eltern oder potente Sponsoren im Hintergrund haben, gingen dem Rennsport ohne die DDC womöglich verloren. Die Strukturen für den Weg nach oben sind geschaffen. Nun liegt es an den Fahrern, diese auch zu nutzen und das Beste aus ihren Chancen zu machen.Die Entscheidung über die Förderkandidaten fiel den Verantwortlichen sicher nicht leicht. Sie hatten die Qual der Wahl: Außer Seidel und Fröhlich haben in der ersten DDC-Saison noch einige andere Piloten Rennen gewonnen und starke Leistungen gezeigt. Trotzdem, die Auswahl geht voll in Ordnung. Ich hätte aber noch einen dritten Fahrer nominiert. Und zwar einen erfolgreichen Neueinsteiger wie zum Beispiel den fünftplazierten Stefan Hesterberg. Als Signal an alle Kids, die nicht wie Seidel und Fröhlich mit Mini-Bikes aufgewachsen sind: Seht her, ihr könnt es bei entsprechendem Talent auch ohne großartige Vorkenntnisse schaffen.

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