Das passiert in Motor und Getriebe (Archivversion)

Was im Motor durch den Explosionsdruck an Kraft erzeugt wird, wandert über das Pleuel an die Kubelwelle. Im Hinterhof der Hölle gerät nun alles in Rotation. Mit 13500 Umdrehungen in der Minute rotiert die Kurbelwelle bei Highspeed auf einer aktuellen Yamaha R1, das sind pro Sekunde flotte 225 Umdrehungen. Weiter geht es über Zahnräder des Primärantriebs an die Kupplung. Diese rotiert immerhin noch mit 8930/min. Gleichzeitig steigt das Drehmoment. Von den 111 Nm an der Kurbelwelle auf 168 Nm an der Kupplung. Allerdings frisst die Reibung der Zahnräder auch bei bester Schmierung ein wenig Leistung. Rund zwei Prozent gehen auf dem Weg von der Kurbelwelle zur Kupplung verloren. Trotzdem macht die schiere Kraft dem Material immer noch gehörig zu schaffen. So werden beispielsweise die Flanken der Getriebezahnräder des sechsten Ganges mit einer Kraft von mehr als 5000 Newton zusammengepresst. Hier sind deshalb besonders vergütete Oberflächen gefragt, damit Materialausbrüche – das so genannte Pitting – vermieden werden.

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