Das sagt die Anwältin (Archivversion)

MOTORRAD sprach mit Geesche Warnke (Telefon 0 40/30 38 19 30), auf Verkehrsrecht und Motorradfahrer spezialisierte Anwältin in Hamburg.Wann sollte ein Geschädigter einen Anwalt einschalten?So schnell wie möglich, vor allem aber bei Personenschäden.Wer trägt die Kosten?Was viele Geschädigte nicht wissen: Zum Schaden, den der Schädiger oder dessen Haftpflichtversicherung zu ersetzen haben, gehören auch die Rechtsanwaltskosten. Die Kosten richten sich nach dem Streitwert. Bei einem Schaden von 6000 Mark sind das insgesamt zirka 370 Mark. Eine Erstberatung kostet unabhängig vom Streitwert maximal 350 Mark.Und wie sieht’s bei Mitverschulden aus?Bei einem Mitverschulden des Geschädigten von zum Beispiel 30 Prozent muß er auch nur 30 Prozent der Rechtsanwaltskosten tragen. Den Rest zahlt die gegnerische Versicherung.Was kann ein Anwalt erreichen?Er kann sich unter anderem um den Ersatz von Schadenspositionen kümmern, die über die reinen Reparaturkosten hinausgehen und die von gegnerischen Versicherungen gern »übersehen« werden. Dazu gehören zum Beispiel die Auslagenpauschale, Gutachterkosten, Nutzungsausfall, merkantiler Minderwert, Abschlepp- und Unterstellkosten, Ersatz für beschädigte Motorradbekleidung (insbesondere Helm) und bei Personenschäden Besuchskosten, Telefon- und Fernsehleihgebühren, Haushaltsführungskosten, Schmerzensgeld und einiges mehr.

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