Dauertest-News (Archivversion) Same Procedure

Es sind mal wieder die üblichen Verdächtigen im Dauertest-Fuhrpark, die in jüngster Vergangenheit ihre Fahrer
nervten. Zwar nicht mit kapitalen Schäden, aber mit den bekannten kleineren Problemchen hier und da.
Dazu zählt die an dieser Stelle schon vielfach erwähnte Ducati-Elektronik mit der aus unerfindlichen Gründen unregelmäßig aufleuchtenden Kontrolllampe für das
Motormanagement, die die 999-Dauertestmaschine praktisch von Beginn an begleitet. Nun stehen 33000 Kilometer auf dem Tacho, und die Elektronik-Misere ist trotz intensiver Reparaturversuche immer noch nicht aus der Welt. Die neueste Fehlervariante, die das Auslesegerät vermeldete, war ein defekter Drehzahlsensor. Der Austausch dieses Teils brachte zumindest vorübergehende Besserung, bis Redaktionsschluss funktionierte alles einwandfrei. Doch einige Testfahrer bleiben skeptisch, nachdem in der Vergangenheit kein Reparaturversuch langfristig Erfolg zeigte.
Die KTM 950 Adventure hat offensichtlich ebenfalls ein Dauer-Problem, bei ihr handelt es sich um wiederholt auftretende Ölundichtigkeiten. Kürzlich löste sich erneut eine Schlauchschelle am Öltank, so dass dort etwas Schmierstoff entweichen konnte und das umliegende Areal ordentlich einnebelte. Nichts Dramatisches, wenn man weiß, wo der Hund begraben liegt.
Da dieser Fehler jedoch mehrfach auftrat, scheint es an dieser Stelle ein Vibrations- oder sonstiges Problem zu geben. Davon abgesehen strebt die große Enduro mit mächtigen Schritten dem Ende der 50000-Kilometer-Dauertestdistanz zu. Derzeitiger Tachostand: 43000 Kilometer.
Die Dauertest-Buell gehört nicht zu den Patienten mit chronischen Beschwerden, im Gegenteil. Sie lief auf den bis-
herigen 8500 Kilometern tadellos, wenn auch mancher Fahrer mit dem eigenwilligen Lenkverhalten der Amerikanerin auf Kriegsfuß steht. Zurzeit rollt die XB12S auf Dunlop D 208. Einziges außerplanmäßiges Vorkommnis: In den Scheinwerfern hat sich während der feuchten Witterungsperiode Kondenswasser gebildet. Gehen wir mal davon aus, dass sich der Feuchtigkeitseinbruch mit dem beginnenden Frühling von selbst erledigt.
Die Kawasaki ZX-10R (24000 Kilometer) ist nach zwei kleineren Umfallern auf winterlich rutschigen Straßen wieder repariert. Es musste reichlich Plastik getauscht werden, weil die Sturzschäden fein säuberlich auf die linke und rechte Seite verteilt waren. Kosten inklusive eines getauschten Hinterrads: gut 6000 Euro. gt

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